Russische Polizei nimmt Bloggerin Di.Rubens nach Angabe ihres Geburtsortes Kiew fest.
Festnahme einer Content-Creatorin
Nach Angaben von TSN.ua: Bei einer Personenkontrolle in Russland wurde die Bloggerin Taissija Malaman, bekannt als Di.Rubens, festgenommen. Auslöser war ihre Aussage, in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren worden zu sein. Als sie sich weigerte, ihr Telefon auszuschalten, griffen die Beamten durch: Sie setzten Zwangsmittel ein, beschlagnahmten das Handy und führten die Frau zur Wache. Die Festnahme erfolgte demnach unmittelbar nach ihrer Ortsangabe.
Taissija Malaman war 2021 von Kiew nach Sankt Petersburg gezogen. Sie ist überzeugt, dass allein die Nennung ihres Geburtsortes zur Festnahme führte. Bei der Durchsuchung legten die Polizisten ihr Handschellen an und nahmen ihr Mobiltelefon an sich. Ihre Schwester begleitete sie ebenfalls auf die Polizeistation. Solche Vorfälle zeigen die prekäre Lage für Ukrainer in Russland seit Beginn des Krieges.
Empörung in den sozialen Netzwerken
Der Vorfall löste unter ihren Followern und in sozialen Medien massive Kritik aus. Die Festnahme wird vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine gesehen.
Der Fall Malaman verdeutlicht, wie persönliche Daten wie der Geburtsort im gegenwärtigen geopolitischen Klima zum Ziel staatlicher Maßnahmen werden können. In der angespannten Lage des Konflikts rücken solche Ereignisse Fragen der Meinungsfreiheit und Menschenrechte in den Fokus. Sie machen auch die Risiken deutlich, denen ukrainische Staatsangehörige in Russland ausgesetzt sind. Der Vorfall könnte zudem die Behandlung weiterer ukrainischer Blogger und Aktivisten im Land beeinflussen.
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