Wie die Starlink-Sperre die russische Artillerie schwächt.
Folgen der Starlink-Sperre für die russische Artillerie
Nach Angaben von TSN.ua: Die Entscheidung, den russischen Streitkräften den Zugang zum Satellitennetz Starlink zu verwehren, hat die Fähigkeiten der russischen Artillerie im Krieg gegen die Ukraine erheblich beeinträchtigt. Diese Waffengattung ist ein zentraler Bestandteil der russischen Militärdoktrin. Durch die gestörte Kommunikation ist ihre Wirksamkeit jedoch deutlich gesunken, was zu weniger Treffern und höheren Verlusten in den russischen Einheiten führt. Moderne Artillerie ist auf präzise Ziel- und Aufklärungsdaten angewiesen, die ohne zuverlässige Kommunikation kaum zu beschaffen sind.
Nach vorliegenden Informationen feuerten russische Truppen zeitweise über 15.000 Geschosse pro Tag ab – ein Beleg für die Intensität des Beschusses. Bis Mitte Februar konnten die ukrainischen Streitkräfte jedoch etwa 201 Quadratkilometer Territorium zurückerobern, was auf eine wachsende Effektivität der ukrainischen Verteidigung hindeutet. Allein in den ersten Februarwochen verzeichnete Russland neun Artillerieverluste, was den Rückgang der Gefechtsfähigkeit weiter unterstreicht.
Gesamtverluste und veränderte Lage an der Front
Seit Beginn des großangelegten Krieges wurden insgesamt etwa 2100 Verluste an russischer Artillerie dokumentiert. Ein großer Teil davon dürfte auf die eingeschränkte Kommunikation und die daraus resultierenden Probleme bei der Feuerkoordinierung zurückzuführen sein. Bis zum 25. Februar 2026 haben die ukrainischen Streitkräfte nach eigenen Angaben 1.262.490 russische Soldaten vernichtet. Diese Zahl veranschaulicht die enormen Gesamtverluste der russischen Invasionstruppen.
Die tägliche Anzahl der Artillerietreffer hat sich nahezu halbiert. Dies ist nicht nur eine Folge der geschwächten russischen Artillerie, sondern auch den erfolgreichen Operationen der ukrainischen Truppen zuzuschreiben, die ihre Fähigkeiten in der defensiven Kriegführung stetig verbessern. Insgesamt hat die gesperrte Starlink-Nutzung die Lage an der Front spürbar verändert und die Schlagkraft der russischen Artillerieverbände erheblich gemindert.
Diese Entwicklung zeigt, wie technologische Faktoren den Verlauf militärischer Konflikte entscheidend beeinflussen können. Die verweigerte Starlink-Nutzung hat nicht nur die Wirksamkeit der russischen Artillerie reduziert, sondern der Ukraine auch Raum für die Verbesserung ihrer Verteidigungspositionen verschafft. Im modernen Krieg können technologische Innovationen den entscheidenden Vorteil auf dem Schlachtfeld liefern.
Lesen Sie auch
- Neuer YouTube-Kanal auf Ungarisch: Ukraine erreicht 340.000 Aufrufe in wenigen Tagen
- Neue Opferzahlen: Russland verschärft laut Außenminister Sybiha den Terror gegen Zivilisten
- Moskau drosselt Artillerie-Munition: Das steckt hinter den Engpässen der russischen Truppen
- Zehn russische Soldaten nach Drohnenangriffen auf Zivilisten in Cherson angeklagt
- Neue Sprengköpfe für russische Kalibr-Marschflugkörper entdeckt – was das ukrainische Verteidigungsministerium meldet
- Ukrainische Verteidiger entschärfen Bedrohung im Süden – Russischer Druck auf Kostjantyniwka hält an

