Biber in Kiew: Metallnetze schützen Bäume an städtischen Seen.
Frühlingszeit ist Biberzeit an Kiews Gewässern
Nach Angaben von TSN.ua: Mit dem Frühlingsbeginn sind an den Kiewer Seen Posnjaky und Lebedynje wieder Biber aktiv. Die Nagetiere bauen Dämme und fällen dafür Bäume, was die Ufervegetation gefährdet. Die örtlichen Behörden haben deshalb Schutzmaßnahmen eingeleitet. Biber sind geschützte Tiere, deren Aktivitäten jedoch in städtischer Umgebung oft zu Konflikten führen.
Die Darnyzka Bezirksstaatsverwaltung (RDA) hat mitgeteilt, dass das kommunale Unternehmen (KP) USN des Bezirks nun Baumstämme mit Metallgittern umhüllt. So sollen die Gehölze vor den scharfen Zähnen der Nager bewahrt werden. Interessanterweise bleiben einige Bäume absichtlich ungeschützt, um der ansässigen Biberfamilie weiterhin Baumaterial zu bieten. Dieser Ansatz zeigt den Versuch, einen Ausgleich zwischen Artenschutz und dem Erhalt der städtischen Begrünung zu finden.
Ein fragiles Gleichgewicht im Stadtökosystem
Hinweise auf die tierischen Baumeister gibt es auch anderswo: In sozialen Netzwerken kursieren bereits Videos von trübem Wasser in der Nähe der Fußgängerbrücke, was auf Biberaktivitäten hindeuten könnte.
„Um die Bepflanzung zu erhalten, umzäunen die Mitarbeiter des KP USN des Darnyzkyj-Bezirks die Stämme mit Metallnetzen“, so die Darnyzka RDA.
Die Situation an den städtischen Gewässern unterstreicht die Herausforderung, natürliche Lebensräume mit der Infrastruktur einer Metropole in Einklang zu bringen. Die ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Schäden für die Vegetation zu begrenzen, ohne den Bibern ihren Lebensraum vollständig zu nehmen. Dieses Management ist besonders im Frühling relevant, wenn viele Wildtierarten besonders aktiv sind und ein behutsames Eingreifen der Behörden erfordern.
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