Murmeltiertag am 2. Februar: Wetterpropheten auf vier Pfoten.

Murmeltiertag am 2. Februar: Wetterpropheten auf vier Pfoten
Murmeltiertag am 2. Februar: Wetterpropheten auf vier Pfoten

Der Murmeltiertag

Nach Angaben von TSN.ua: Jedes Jahr am 2. Februar blickt man in Teilen Nordamerikas und zunehmend auch in Europa gespannt auf Murmeltiere. Diese Tradition, das Wetter vorherzusagen, beruht auf dem Verhalten der Tiere an diesem Tag. Besonders in den USA und Kanada hat sich der Brauch etabliert, wo einzelne Murmeltiere als offizielle Wetterpropheten zu großer Bekanntheit gelangten. Ihre angeblichen Vorhersagen locken stets viele Schaulustige an.

Die erste Erwähnung des Murmeltiertags in den USA stammt aus dem Jahr 1886, die Feierlichkeiten in Punxsutawney im Bundesstaat Pennsylvania begannen 1887. Das bekannteste Tier ist Punxsutawney Phil, der zum Symbol der Tradition wurde. Ihm folgten weitere regionale Wetter-Orakel nach, wie zum Beispiel:

  • Wiarton Willie
  • Staten Island Chuck
  • Shubenacadie Sam
  • Balzac Billy
  • Jimmy the Groundhog
  • General Beauregard Lee

Sie alle erfreuen sich in ihren Heimatregionen großer Beliebtheit.

Die Tradition in der Ukraine

In der Ukraine wurde der Brauch im Jahr 2004 eingeführt. Der aktuelle Wetterprophet in Charkiw ist das Murmeltier Timko III. In Lwiw setzt seit 2009 das Murmeltier Myschko die Tradition fort, das später durch die Murmeltierdame Marusja ersetzt wurde. Die Regel für die Prognose lautet: Sieht das Murmeltier bei seinem Verlassen des Baus seinen Schatten wegen Sonnenscheins, dauert der Winter noch sechs Wochen. Ist der Morgen hingegen bewölkt und bleibt der Schatten aus, steht ein früher Frühling bevor. Diese Vorhersagen sind zwar nicht wissenschaftlich fundiert, verleihen der Feier aber eine besondere Note und schaffen einen unterhaltsamen Anlass, der Menschen zusammenbringt. Der Brauch hat Ähnlichkeiten mit alten europäischen Bauernregeln, die ebenfalls das Wetter an Lichtmess deuteten.

Der Murmeltiertag ist mehr als nur eine skurrile Wetterprognose. Als kulturelles Ereignis schafft er Gemeinschaftsgefühl und erhält Traditionen lebendig. Die Teilnahme an den Feierlichkeiten verbindet Menschen und sorgt für eine festliche Atmosphäre. In einer Zeit, in der viele Bräuche in Vergessenheit geraten, erinnert der Murmeltiertag an die verbindende Kraft von Kultur und Brauchtum – auch wenn die Trefferquote der pelzigen Meteorologen eher dem Zufall überlassen bleibt.


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