Griechischer Laptop auf Relief: Was hält die Frau wirklich mit ihrer Dienerin?.

Griechischer Laptop auf Relief: Was hält die Frau wirklich mit ihrer Dienerin?
Griechischer Laptop auf Relief: Was hält die Frau wirklich mit ihrer Dienerin?

Nach Angaben von ТСН: Viele bekannte Erfindungen werden der antiken griechischen Zivilisation zugeschrieben, aber tragbare Computer findet man darunter nicht. Einige Menschen sehen das jedoch anders und betrachten das Exponat im J. Paul Getty Museum in Kalifornien.

Die Diskussion über die interessante Theorie und die wahre Herkunft des Artefakts wird in GreekReporter beleuchtet.

Was sagen die Verschwörungstheoretiker?

Die Skulptur, bekannt als „Grabrelief einer Frau auf dem Thron mit Dienerin“, zeigt eine wohlhabende Frau, die den Deckel eines flachen Gegenstands berührt, den das Sklavenmädchen hält.

In viralen Videos im Internet glauben „Couch-Forscher“, dass das Objekt einem modernen Laptop ähnlich sieht. Besonders angezogen fühlen sie sich von den Löchern an den Seiten, die wie USB-Ports aussehen.

„Wenn ich die Skulptur betrachte, kann ich nicht anders, als an das Orakel von Delphi zu denken, das es den Priesterinnen erlaubte, sich mit den Göttern zu verbinden, um fortschrittliche Informationen zu erhalten“.

Die Anhänger dieser Theorie weisen die Version einer Schmuckkiste zurück und behaupten, dass die Basis des Objekts zu dünn sei.

Was sagen die Wissenschaftler?

Archäologen und Historiker halten diese Behauptungen für unwahrscheinlich. Bereits im Jahr 2016 widerlegte die Archäologin Christina Kilgrove diesen Mythos.

Laut ihr handelt es sich um ein typisches Grabdenkmal, das die Verstorbene in einer alltäglichen Szene zeigt, um ihren hohen Status zu unterstreichen.

„Auf diesem Relief streckt sich die Frau aus, um den Deckel des Gegenstands zu berühren, den das Mädchen hält, dessen Frisur und Kleidung darauf hindeuten, dass sie eine Sklavin ist“.

Was ist also dieser Gegenstand wirklich?

Es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine Wachstafel zum Schreiben (eine Art „Laptop“ für Notizen) oder eine flache Kiste für kleine Schmuckstücke.

Und was ist mit den „USB-Ports“?

Die Löcher an der Seite, die Verschwörungstheoretiker so sehr beschäftigen, haben eine einfache Erklärung. Es sind entweder Spuren von Holzverbindungen, die längst verfault sind, oder Löcher, die später während einer Restaurierung oder Umgestaltung der Skulptur gemacht wurden.

Übrigens haben Archäologen auch eine neue Erklärung für das rätselhafte Band mit 5200 Löchern im peruanischen Monte-Cierpe-Gebirge präsentiert. Zuvor blieb die als „Löcherband“ bekannte Konstruktion jahrzehntelang ohne akzeptable Erklärung.

Diese Geschichte hebt hervor, wie antike Artefakte unterschiedliche Interpretationen hervorrufen können, von wissenschaftlichen bis hin zu verschwörungstheoretischen. Studien zeigen, dass ursprüngliche Objekte oft neue Bedeutungen im modernen Kontext erhalten, abhängig von der Herangehensweise an deren Untersuchung und der Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit.


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