Ghana fordert Stopp russischer Rekrutierung: 55 Staatsbürger in Ukraine gefallen.

Ghana fordert Stopp russischer Rekrutierung: 55 Staatsbürger in Ukraine gefallen
Ghana fordert Stopp russischer Rekrutierung: 55 Staatsbürger in Ukraine gefallen

Ghana verlangt ein Ende der Anwerbung

Nach Angaben von TSN.ua: Nach dem Tod von 55 eigenen Bürgern im Ukraine-Krieg hat die ghanaische Regierung Russland aufgefordert, die Rekrutierung von Ghanaern sofort zu beenden. Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa kündigte an, mit dem Kreml in Verhandlungen über diese Angelegenheit treten zu wollen. Bekannt ist, dass auf russischer Seite mehr als 1780 Afrikaner aus 36 Staaten kämpfen, darunter 272 ghanaische Staatsangehörige.

Die hohe Zahl von 55 Gefallenen hat in der Regierung Ghanas große Besorgnis ausgelöst. Zwei weitere Ghanaer gerieten zudem in Kriegsgefangenschaft. Die Rekrutierer hatten den Kämpfern ein Jahresgehalt von 30.000 bis 40.000 US-Dollar versprochen – ein finanzieller Anreiz, der für viele Ghanaer den Ausschlag gegeben haben dürfte. Vor diesem Hintergrund haben auch Kenia und Südafrika bereits die Rückführung von Bürgern gemeldet, die Verträge mit russischen Militärs unterzeichnet hatten. Allein aus Kenia wurden schätzungsweise tausend Menschen illegal für den Kriegsdienst angeworben.

„Wir müssen mehr mit ihnen interagieren“, betonte Samuel Okudzeto Ablakwa und unterstrich damit die Notwendigkeit eines offenen Dialogs zwischen Ghana und Russland.

Der Fall zeigt die Gefahren, denen afrikanische Arbeitsmigranten in globalen Konflikten ausgesetzt sind. Die Situation sorgt in vielen afrikanischen Hauptstädten für ernste Besorgnis, da die Staaten versuchen, ihre Bürger vor den Risiken eines fremden Krieges zu schützen.

Wachsende Besorgnis auf dem afrikanischen Kontinent

Der Vorfall unterstreicht die wachsende Alarmbereitschaft afrikanischer Regierungen, die eine Einbindung ihrer Bürger in ausländische Militärkonflikte verhindern wollen. Ghanas Schritt ist Teil eines größeren Musters: Immer mehr afrikanische Nationen versuchen, ihre Bevölkerung vor gefährlichen Versprechungen zu bewahren, die in Gefangenschaft oder Tod führen können. Die geplanten Gespräche zwischen Accra und Moskau könnten ein wichtiger Schritt sein, um die Risiken für Afrikaner zu verringern, die in der Verzweiflung nach wirtschaftlichen Perspektiven suchen.


Lesen Sie auch

Werbung