Ukrposhta-Chef nennt Mindestlohnempfänger „geisteskrank“ – und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus.

Ukrposhta-Chef nennt Mindestlohnempfänger „geisteskrank“ – und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus
Ukrposhta-Chef nennt Mindestlohnempfänger „geisteskrank“ – und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus

Ein Skandal um beleidigende Äußerungen

Nach Angaben von TSN.ua: Der Generaldirektor der ukrainischen Post „Ukrposhta“, Ihor Smiljanskyj, hat sich mit einer Aussage über Menschen, die für den Mindestlohn arbeiten, tief in die Nesseln gesetzt. In einer Diskussion über den ukrainischen Arbeitsmarkt behauptete er, wer sich für einen Job zum Mindestlohn entscheide, habe eine „kranke Psyche“. Diese Worte verbreiteten sich in dem sozialen Netzwerk Threads und lösten dort sofort eine Welle der Empörung aus.

Breite Empörung und weitere Skandale

Smiljanskyjs Äußerung stieß auf massiven gesellschaftlichen Widerstand, obwohl er auf die Millionen offener Stellen in der Ukraine verwies. Für viele Bürger ist der Mindestlohn jedoch keine Wahl, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

„Ich antworte – f**k nein, ich will keinen Mindestlohn. Und außerdem: Wenn du heute als gesunder Mann oder gesunde Frau für den Mindestlohn arbeitest, dann tut mir leid, du bist geisteskrank, wenn es in der Ukraine Millionen offene Stellen gibt.“

Ihor Smiljanskyj

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Skandalen um „Ukrposhta“ ein. Erst kürzlich geriet das staatliche Unternehmen wegen einer umstrittenen Werbekampagne in die Kritik. Zudem wurden Ausgaben in Höhe von 600 000 Hrywnja für ein Rebranding öffentlich diskutiert. Die Reaktion in den sozialen Medien unterstreicht erneut, wie sensibel Führungskräfte staatlicher Unternehmen mit ihren öffentlichen Kommentaren umgehen müssen.

Der Fall zeigt, wie emotional das Thema Mindestlohn in der Ukraine besetzt ist, wo viele Menschen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen. Smiljanskyjs Aussagen wurden als verächtlich gegenüber jenen wahrgenommen, die keine realistische Chance auf eine besser bezahlte Stelle haben. Solche Äußerungen ignorieren oft die komplexen sozialen und regionalen Faktoren, die den Arbeitsmarkt prägen und die Jobsuche erschweren können.


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