Schmyhal: Kiewer Heizkraftwerke nach russischem Angriff binnen zwei Tagen wieder einsatzbereit.

Schmyhal: Kiewer Heizkraftwerke nach russischem Angriff binnen zwei Tagen wieder einsatzbereit
Schmyhal: Kiewer Heizkraftwerke nach russischem Angriff binnen zwei Tagen wieder einsatzbereit

Folgen des nächtlichen Raketenangriffs auf Kiew

Nach Angaben von TSN.ua: Nach einem nächtlichen Angriff Russlands mit ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt werden die beschädigten Heizkraftwerke (HKW) 5 und 6 rasch wiederhergestellt. Das teilte Energieminister Denys Schmyhal mit. Beide Anlagen erlitten technische Schäden. Während am HKW-5 Gasverteil- und Kompressorknotenpunkte getroffen wurden, sind am HKW-6 Zirkulationspumpen und das Wasseraufbereitungssystem zerstört.

Die Reparatur des HKW-5 soll innerhalb eines Tages abgeschlossen sein, für das HKW-6 werden etwa zwei Tage benötigt. Denys Schmyhal äußerte die Hoffnung:

„Was HKW-5 betrifft, hoffe ich, dass alles innerhalb eines Tages wiederhergestellt ist, für HKW-6 könnten es zwei Tage sein“
– so der ukrainische Energieminister. Die aktuellen Temperaturen in der Stadt ermöglichten es, das Wasser im Fernwärmesystem nicht ablassen zu müssen, was die Wiederinbetriebnahme beschleunigt.

Im Kontrast zu diesen kurzfristigen Reparaturen steht der enorme Aufwand für das Heizkraftwerk Darnyzja. Dessen vollständige Wiederherstellung wird bis zu drei Jahre dauern und schätzungsweise 700 Millionen Euro kosten. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Bandbreite der Kriegsschäden im Energiesektor.

Die Bedeutung einer resilienten Energieinfrastruktur

Der nächtliche Angriff auf Kiews Infrastruktur unterstreicht die ständige Gefahr für die ukrainische Energieversorgung im Krieg. Die geplanten schnellen Reparaturen zeigen die Anpassungsfähigkeit der Betreiber, erfordern aber auch permanente Überwachung und Unterstützung für die Energiesicherheit. Langfristige Projekte wie die Instandsetzung des HKW Darnyzja machen deutlich, dass der Krieg tiefe wirtschaftliche Narben hinterlässt. Der Wiederaufbau erfordert daher einen umfassenden Ansatz, der sowohl Soforthilfe als auch systematische Modernisierung miteinander verbindet.


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