Ölpreise steigen: Nahost-Konflikt bedroht strategische Straße von Hormus.
Eskalation im Nahen Osten
Nach Angaben von TSN.ua: Die Spannungen im Nahen Osten haben sich nach Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 27. Februar 2023 deutlich verschärft. Diese Entwicklung weckt Befürchtungen, dass die strategisch unverzichtbare Straße von Hormus geschlossen werden könnte. Sollte diese zentrale Schifffahrtsroute für den globalen Ölhandel blockiert werden, könnte der Seeverkehr um bis zu 70% einbrechen – mit schwerwiegenden Folgen für den Weltmarkt. Die Straße von Hormus ist eine der neuralgischen Adern der Weltwirtschaft.
Die nur 55 km breite Meerenge zwischen dem Iran und Oman ist ein Nadelöhr: Täglich passieren etwa 13 Millionen Barrel Rohöl diesen Weg. Aktell stecken in der Region bereits 18 beladene und 37 leere Tanker fest, ein deutliches Zeichen für die sich verschärfenden Lieferengpässe. Der Iran, der etwa 4% der weltweiten Ölförderung bestreitet, könnte bei einer weiteren Eskalation mit zusätzlichen Versorgungsproblemen konfrontiert werden.
Spürbare wirtschaftliche Auswirkungen
Die globalen Ölmärkte reagierten bereits am 2. März 2023 mit Preissteigerungen: Die Sorte Brent kostete 79 US-Dollar pro Barrel, WTI stieg auf 71 Dollar. Diese Bewegung spiegelt die wachsende Marktsorge vor möglichen Lieferausfällen aus der Region wider. Besorgniserregend ist auch das Risiko für den saudischen Hafen Ras Tanura, von dem täglich mindestens 5 Millionen Barrel exportiert werden. Die globale Förderung verteilt sich mit einem Anteil von 22% auf die USA, während Saudi-Arabien und Russland jeweils 11% beisteuern.
Der damalige US-Präsident Donald Trump äußerte, der Konflikt werde mindestens 4-5 Wochen andauern. Diese Einschätzung nährt die Befürchtung vor einer langanhaltenden Krise mit potenziell schweren Folgen für die Weltkonjunktur.
Eine Fortsetzung der Auseinandersetzungen birgt das Risiko einer neuen Wirtschaftskrise, ausgelöst durch steigende Energiepreise und massive Versorgungsunterbrechungen.
Die Lage im Nahen Osten bleibt äußerst angespannt. Die dortigen Entwicklungen können die weltweite Wirtschaft, die von stabilen Öllieferungen abhängt, erheblich beeinträchtigen. Die nächsten Schritte der internationalen Akteure müssen aufmerksam verfolgt werden, da sie über eine weitere Eskalation oder eine mögliche Deeskalation entscheiden werden.
In einer globalisierten Welt, die stark von Energieressourcen abhängt, können bereits kurzfristige Lieferstörungen erhebliche wirtschaftliche Verwerfungen nach sich ziehen. Dies zwingt viele Staaten dazu, ihre Energiepolitik zu überdenken und nach alternativen Versorgungswegen zu suchen.
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