Extrem-Mikrobe trotzt 6000-facher Todesdosis an Strahlung.

Extrem-Mikrobe trotzt 6000-facher Todesdosis an Strahlung
Extrem-Mikrobe trotzt 6000-facher Todesdosis an Strahlung

Der Fund des Archaeons Thermococcus gammatolerans

Nach Angaben von TSN.ua: In über 2,5 Kilometern Tiefe unter dem Meeresspiegel stießen Forscher auf einen Mikroorganismus mit einer unglaublichen Überlebenskunst: Thermococcus gammatolerans. Dieser Archaeon hält einer Strahlendosis von 30.000 Gray stand – das ist der 6000-fache Wert, der für den Menschen tödlich wäre. Solche Funde zeigen, dass die Grenzen des Lebens auf der Erde weit über das hinausgehen, was wir für möglich halten.

Sein Lebensraum ist extrem: In fast 90 Grad Celsius heißem Wasser und in einer Tiefe von etwa 2600 Metern gedeiht dieser Mikrobe. Diese Bedingungen galten lange als absolut lebensfeindlich. Die Entdeckung beweist, dass selbst in solchen unwirtlichen Zonen noch Organismen existieren können.

Forschung und ihre Perspektiven

Die Entschlüsselung seines Genoms im Jahr 2009 lieferte erste Einblicke in seine biologischen Besonderheiten. Allerdings zeigten Experimente aus dem Jahr 2016, dass auch seine DNA durch Gammastrahlung Schaden nimmt – trotz seiner hohen Widerstandsfähigkeit. Dies wirft neue Fragen zu den spezifischen Reparaturmechanismen auf, die ihm das Überleben ermöglichen.

Der Fund von Thermococcus gammatolerans erweitert nicht nur unser Verständnis von irdischem Leben in Extremhabitaten. Er liefert auch entscheidende Anhaltspunkte für die Astrobiologie und die Suche nach Lebensspuren auf anderen Himmelskörpern. Denn wo solche Mikroben existieren, könnten auch anderswo im Universum Nischen für Leben sein. Zudem bieten ihre einzigartigen Anpassungen Potenzial für biotechnologische und medizinische Anwendungen.


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