Nach Drohnenangriff: Odeas erneut ohne Strom und Wasser.
Nächtlicher Angriff auf die Hafenstadt
Nach Angaben von TSN.ua: Die südukrainische Metropole Odessa wurde erneut von russischen Angriffen getroffen. In mehreren Stadtteilen sind die Bewohner nach Schlägen gegen die Energieinfrastruktur und zivile Ziele ohne Strom, Wasser und Heizung. Der Angriff begann um Mitternacht, als sich Kamikaze-Drohnen in zwei Wellen vom Meer her näherten und erhebliche Zerstörungen anrichteten.
Bei dem Angriff gab es neun Explosionen. An den Einsatzorten waren 58 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Folgen zu bekämpfen. Zu den zerstörten Objekten gehört ein lokaler Markt, wo der Schaden auf Hunderttausende Hrywnja geschätzt wird. Energieversorger haben bereits mit Reparaturarbeiten begonnen, doch Teile der Stadt sind weiterhin von der Versorgung abgeschnitten.
Die Einwohner erlebten während des Angriffs schreckliche Momente. Die Bergungsarbeiten wurden durch wiederholte Luftalarmsignale erschwert, wie Marina Awerina, Sprecherin des regionalen Katastrophenschutzes in der Oblast Odessa, mitteilte. Solche Angriffe auf die zivile Infrastruktur zielen darauf ab, den Winter für die Bevölkerung zur Qual zu machen.
„Einfach einer nach dem anderen flogen diese ‚Schahid‘-Drohnen. Es war so furchtbar, dass ich mich vom Leben verabschiedet habe.“ – Nadija, Bewohnerin eines neunstöckigen Hauses.
„Wir hörten die Explosion und rannten sofort in den Flur. Wir wollten raus, aber die Eingangstür war verklemmt.“ – Jurij Sawelijowytsch, Stadtbewohner.
Lage vor Ort bleibt angespannt
Unter diesen Umständen ist die Arbeit der Rettungskräfte und Energiearbeiter, die versuchen, das normale Leben in der Stadt wiederherzustellen, von besonderer Bedeutung. Trotz aller Anstrengungen bleibt die Situation jedoch angespannt, und die Bewohner spüren weiterhin die Folgen des Angriffs.
Dieser Vorfall ist Teil einer seit Kriegsbeginn laufenden, großangelegten russischen Kampagne zur Schwächung der ukrainischen Infrastruktur. Die Zerstörung von Energieanlagen zielt nicht nur auf physische Verwüstung, sondern auch auf psychologischen Druck auf die Zivilbevölkerung ab. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf solche Vorfälle bleibt ein wichtiger Faktor für den weiteren Konfliktverlauf und die Unterstützung der Ukraine in dieser schwierigen Zeit.
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