Pakistan bombardiert Kabul: Vergeltung für Angriffe der afghanischen Taliban.

Pakistan bombardiert Kabul: Vergeltung für Angriffe der afghanischen Taliban
Pakistan bombardiert Kabul: Vergeltung für Angriffe der afghanischen Taliban

Pakistanische Luftangriffe treffen Afghanistan

Nach Angaben von TSN.ua: Als Reaktion auf einen Angriff afghanischer Taliban auf pakistanische Militärstellungen hat Pakistan Luftschläge gegen Kabul und zwei weitere afghanische Provinzen geflogen. Diese Vergeltungsaktion erfolgte vor dem Hintergrund einer massiven Zuspitzung der Spannungen zwischen den Nachbarstaaten. Am 27. Februar griffen pakistanische Kampfflugzeuge landesweit Munitionsdepots, Militäreinrichtungen der afghanischen Taliban und Verstecke von Kämpfern an. In Kabul waren daraufhin mindestens drei Explosionen zu hören.

Die pakistanische Armee gab an, bei den Operationen 72 Kämpfer der afghanischen Taliban getötet zu haben. Afghanistan meldete dagegen eigene Verluste unter seinen Sicherheitskräften:

  • Acht Soldaten wurden getötet;
  • elf weitere wurden verwundet.

Die Lage zwischen beiden Ländern war bereits seit längerem angespannt und hatte sich zuletzt weiter verschärft; bereits am 11. Oktober hatte Pakistan Taliban-Truppen beschuldigt, seine Grenzposten beschossen zu haben.

Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte dazu: 'Unsere Geduld ist am Ende. Das ist jetzt ein offener Krieg zwischen uns und euch.'

Diese deutlichen Worte unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage und markieren eine gefährliche Eskalationsstufe im Konflikt der beiden Nachbarstaaten. Die Beziehungen sind seit dem Machtwechsel in Kabul 2021 von Misstrauen geprägt.

Folgen für die regionale Sicherheit

Die jüngsten Ereignisse deuten auf eine dramatische Verschärfung des Konflikts zwischen Pakistan und Afghanistan hin, die ernste Konsequenzen für die Sicherheit in der gesamten Region haben könnte. Die militärischen Aktionen, die vor dem Hintergrund ohnehin schon angespannter Beziehungen stattfinden, könnten zu weiterer Gewalteskalation führen und auch die fragilen innerafghanischen Friedensbemühungen untergraben. Die Situation erfordert eine aufmerksame Beobachtung durch die internationale Gemeinschaft, die auf mögliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität vorbereitet sein muss.


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