Papst warnt Klerus: Künstliche Intelligenz hat in der Predigt nichts zu suchen.
Appell von Papst Leo XIV.
Nach Angaben von TSN.ua: In einer Ansprache an die Priester der Diözese Rom hat Papst Leo XIV. eindringlich davor gewarnt, Predigten mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu verfassen. Der Pontifex betonte, dass digitale Technologien nicht in der Lage seien, den wahren Glauben zu vermitteln. Die menschliche Begegnung und persönliche Glaubenszeugnis seien unersetzbar.
Leo XIV. mahnte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und generativen Netzwerken. Er verwies darauf, dass geistige und seelische Fähigkeiten – vergleichbar mit Muskeln – durch aktiven Gebrauch trainiert werden müssten. Auf die Frage, ob KI jemals eine echte Predigt halten könne, entgegnete er deutlich:
„niemals dazu in der Lage sein wird“. Eine Predigt sei mehr als Information; sie sei ein Werkzeug der Glaubensverkündigung, das aus persönlicher Überzeugung und Gebet erwachse.
Der Spagat zwischen Technologie und Spiritualität
Diese Stellungnahme des Papstes fällt in eine Zeit, in der etwa russische Eliten die Entwicklung eines 'orthodoxen' KI-Systems auf Basis 'traditioneller Werte' vorantreiben. Das Weltrussische Volkskonzil betrachtet solche Technologien sogar als Frage der 'geistigen Sicherheit'. Die vatikanische Haltung zeigt demgegenüber eine deutliche Skepsis gegenüber der Vermengung von Glaube und algorithmischer Generierung.
Die Warnung Leos XIV. unterstreicht eine wachsende Besorgnis religiöser Führer über den Einfluss der Digitalisierung auf Spiritualität und überlieferte Werte. Der Konflikt zwischen technologischem Fortschritt und dem Wunsch nach religiöser Authentizität gewinnt an Schärfe. Die Position des Papstes kann als Plädoyer für den unverzichtbaren menschlichen Kern in der Glaubensvermittlung verstanden werden – besonders in einer Welt, die sich rasant digitalisiert.
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