Römischer Grabstein im Vorgarten: US-Paar entdeckt verschollenes Kulturgut aus Italien.

Römischer Grabstein im Vorgarten: US-Paar entdeckt verschollenes Kulturgut aus Italien
Römischer Grabstein im Vorgarten: US-Paar entdeckt verschollenes Kulturgut aus Italien

Archäologischer Zufallsfund im Blumenbeet

Nach Angaben von TSN.ua: Ein Ehepaar aus Louisiana (USA) hat in seinem Garten eine 1900 Jahre alte Marmorplatte entdeckt, die sich als Grabstein eines römischen Soldaten entpuppte. Bei dem Artefakt handelt es sich um das verschollene Kulturgut eines italienischen Museums. Solche privaten Entdeckungen sind für Archäologen oft die spektakulärsten, da sie völlig unerwartet kommen.

Experten identifizierten den Stein als Grabmal des römischen Legionärs Sextus Congenius Verus. Der Soldat war thrakischer Herkunft und starb im Alter von 42 Jahren. Seine 22-jährige Dienstzeit zeugt von einer bedeutenden militärischen Karriere im Römischen Reich.

Eine Odyssee durch das 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Grabstein im Nationalen Archäologischen Museum der italienischen Stadt Civitavecchia ausgestellt. Während der alliierten Bombardierungen 1943–1944 im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum schwer beschädigt, und das Artefakt galt fortan als verloren. Wie sich herausstellte, hatte der Großvater einer früheren Hausbesitzerin, Charles Paddock Jr., die Reliquie in die USA gebracht.

Das FBI koordiniert nun die Rückführung des Steins nach Italien. Erin Scott O'Brien, eine der aktuellen Hausbesitzerinnen, sagte:

„Wir hatten ihn im Garten als Symbol für unser neues Zuhause aufgestellt. Ich hatte keine Ahnung, dass es sich um ein 2000 Jahre altes Relikt handelt.“
Die Expertin Daniela Santoro, die den Fund begutachtete, betonte:
„Wenn man so etwas sieht, weiß man sofort: Das ist nichts Alltägliches.“

Der Fund unterstreicht die Bedeutung des Schutzes und der Rückführung von Kulturgütern mit historischem Wert. Er zeigt auch, wie stark historische Ereignisse wie der Zweite Weltkrieg das kulturelle Erbe verschiedener Nationen verstreut haben. Der laufende Repatriierungsprozess könnte als Beispiel für die Wiederherstellung verlorener Kulturschätze dienen und internationale Beziehungen stärken.


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