Satellitenbilder belegen: Russland stationiert Raketensystem «Oreschnik» in Belarus.

Satellitenbilder belegen: Russland stationiert Raketensystem «Oreschnik» in Belarus
Satellitenbilder belegen: Russland stationiert Raketensystem «Oreschnik» in Belarus

Militärische Aktivitäten auf einem ehemaligen Flugfeld

Nach Angaben von TSN.ua: Satellitenaufnahmen vom 17. Februar 2026 zeigen, dass Russland auf dem früheren Militärflugplatz bei Krytschau in Belarus mutmaßlich eine Basis für sein Raketensystem «Oreschnik» eingerichtet hat. Das Gelände wird intensiv durch Luftabwehr- und Elektroniksysteme geschützt. In einem Radius von etwa fünf Kilometern um den Flugplatz sind mindestens sechs Stellungen mit entsprechender Technik identifizierbar.

Identifizierte Waffensysteme und ihre strategische Bedeutung

Bei den erfassten Systemen handelt es sich wahrscheinlich um Flugabwehrkomplexe des Typs «Tor-M2» und «Panzir», um Störsysteme wie «Krasucha» oder «Moskwa-1» sowie möglicherweise um S-300-Einheiten. Im Zentrum der Anlage sind sechs große Fahrzeuge zu erkennen, die dem Raketenkomplex «Oreschnik» zugeordnet werden können. Die russischen und belarussischen Verteidigungsministerien hatten Ende Dezember 2025 bereits den Einsatzbereitschaft solcher Systeme demonstriert. Diese Stationierung unterstreicht die wachsende militärische Integration zwischen beiden Staaten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewertete die Entwicklung als Gefahr für die gesamte Region: «Die Stationierung russischer Raketenkomplexe auf dem Territorium eines Nachbarlandes ist eine Herausforderung für ganz Europa.»

Die zunehmende russische Militärpräsenz in Belarus könnte das Kräftegleichgewicht in Osteuropa nachhaltig verschieben. Die Reaktionen der Ukraine und anderer Nachbarstaaten werden daher entscheidend für die künftige Stabilität sein und die sicherheitspolitische Agenda in der Region maßgeblich beeinflussen.

Die erhöhte Aktivität könnte sowohl neue diplomatische Initiativen auslösen als auch zu einer weiteren Eskalation der Spannungen mit den Ländern führen, die sich durch diese Aufrüstung bedroht sehen.


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