Russlands Offensive stockt: Hohe Verluste zwingen zu Taktikwechsel.
Deutlicher Rückgang der Angriffsaktivität
Nach Angaben von TSN.ua: Die russischen Streitkräfte haben ihre Sturmangriffe und Artilleriebeschüsse im Februar deutlich reduziert. Grund dafür sind massive Personalverluste. Die Besatzer konzentrieren ihre Kräfte nun auf strategisch wichtige Richtungen wie den Donbas, Slowjansk und Kramatorsk. Die Zahl der Gefechte ist in diesem Monat von über 250 auf weniger als 125 pro Tag gesunken, die Artillerieeinsätze gingen von 5000 auf 2600 täglich zurück.
Der Taktikwechsel des Gegners ist deutlich erkennbar, da Russland versucht, Slowjansk und Kramatorsk einzunehmen. Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben zwei russische Armeen aufgerieben, was auf erhebliche Verluste unter den Besatzern hindeutet. Die ursprüngliche Truppengruppierung von 650.000 Soldaten existiert nicht mehr. Zwar hat Russland seine Truppenstärke auf 713.000 erhöht, doch Prognosen zufolge wird die Armee bis 2025 einen kritischen Punkt erreichen, an dem die Verlustraten die Möglichkeiten zum Ersatz übersteigen. Diese Entwicklung untergräbt langfristig die operative Schlagkraft der Invasoren.
„Wenn die Verluste einer Einheit 50 % übersteigen, wird sie zur Auffrischung und Auffüllung der Mannschaftsstärke abgezogen.“
Pawlo Naroschnyj
Diese Aussage bestätigt die Berichte über die nachlassende Aktivität der russischen Truppen. Oleksandr Syrskyj betonte, dass 'der Mythos von den unerschöpflichen menschlichen Ressourcen des Feindes unter dem Druck der realen Zahlen zerbricht'. Täglich setzen ukrainische Verteidiger 1000 bis 1100 russische Invasoren außer Gefecht – ein Beleg für die Wirksamkeit der Abwehr und die schweren Folgen für die russischen Streitkräfte.
Folgen für die Kriegsführung
Insgesamt lässt sich die beobachtete Ruhe an der Frontlinie mit den enormen Personalverlusten der russischen Armee und ihrer taktischen Neuausrichtung erklären. Das anhaltende Absinken der Gefechts- und Beschusszahlen zeigt, dass die ukrainischen Streitkräfte der Aggression weiterhin effektiv widerstehen und dem Feind erhebliche Verluste zufügen.
Die verringerte Aktivität der russischen Truppen an der Front weist auf ernsthafte Probleme bei der Personalergänzung hin, was die weiteren militärischen Operationen erheblich beeinflussen könnte. Angesichts der hohen Verluste und der Notwendigkeit, Einheiten neu zu formieren, dürften Russlands Möglichkeiten für aggressive Aktionen in naher Zukunft begrenzt sein. Dies unterstreicht die Bedeutung der internationalen Unterstützung für die Ukraine, da die Wirksamkeit der Verteidigung maßgeblich von den Ressourcen und Waffen abhängt, die von den Verbündeten bereitgestellt werden.
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