Bis zu sechs Stunden Wartezeit: IATA schlägt Alarm wegen neuer EU-Grenzkontrollen.

Bis zu sechs Stunden Wartezeit: IATA schlägt Alarm wegen neuer EU-Grenzkontrollen
Bis zu sechs Stunden Wartezeit: IATA schlägt Alarm wegen neuer EU-Grenzkontrollen

Chaos an Europas Flughäfen droht

Nach Angaben von Novyny.live: Rafaël Schvartzman, der Vizepräsident der International Air Transport Association (IATA), hat vor erheblichen Risiken durch lange Verspätungen an europäischen Flughäfen gewarnt. Grund dafür ist die Einführung eines neuen Grenzkontrollsystems der EU. Nach Einschätzung der IATA könnten dadurch Warteschlangen von bis zu sechs Stunden entstehen, was das Reisen für Passagiere massiv erschweren würde.

Das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) startete im April 2023. Es verlangt von Reisenden, die keine EU-Bürger sind, die Abgabe von Fingerabdrücken und einem Foto. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits: In Ländern wie Portugal, Spanien und Italien kam es zu Verzögerungen und verpassten Anschlussflügen. Schvartzman betonte:

„Wartezeiten von drei bis sechs Stunden sind inakzeptabel.“

Ryanair trotzt den Problemen und expandiert in Polen

Parallel zu den Problemen mit den langen Schlangen kündigte die Fluggesellschaft Ryanair ehrgeizige Expansionspläne an. Für den Sommer 2026 ist ein massiver Ausbau des Standorts Kattowitz in Polen vorgesehen. Das Unternehmen investiert 900 Millionen Dollar in dieses Vorhaben. Dies zeigt, dass Ryanair trotz der bestehenden Herausforderungen weiter auf Wachstum setzt.

Schvartzman kritisierte zudem, dass die Luftfahrtbranche oft als politischer Spielball missbraucht werde. Dies verdeutliche die Komplexität der Lage und den dringenden Handlungsbedarf, um die Servicequalität für Passagiere an europäischen Flughäfen zu verbessern. Die neuen Kontrollen könnten den europäischen Tourismus spürbar belasten, da schlechtere Bedingungen Reisende abschrecken könnten. Die Investition von Ryanair in Polen zeigt jedoch, dass Fluggesellschaften Wege finden, sich neuen Gegebenheiten anzupassen und trotz branchenweiter Schwierigkeiten Chancen für weiteres Wachstum zu identifizieren.


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