Indiens Ölmarkt im Umbruch: USA bieten Venezuela-Alternative an.
Neues Angebot für Indiens Energieversorgung
Nach Angaben von TSN.ua: Die USA haben Indien offenbar ein neues Ölgeschäft vorgeschlagen: Statt russischem Rohstoff könnte das Land künftig venezolanisches Öl beziehen. Dieses Angebot könnte Russland einen seiner wichtigsten Abnehmer kosten. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 hat Indien nämlich massiv russisches Öl gekauft, verspricht nun aber eine Reduzierung dieser Importe. Damit positioniert sich die aufstrebende Wirtschaftsmacht als zunehmend einflussreicher Akteur auf dem globalen Energiemarkt.
Starker Rückgang der russischen Öllieferungen erwartet
Indien plant konkret, seine täglichen Importe aus Russland auf unter eine Million Barrel zu senken. Im Januar lag die Liefermenge noch bei etwa 1,2 Millionen Barrel pro Tag. Für Februar wird ein Rückgang auf eine Million Barrel prognostiziert, im März sogar auf nur noch 800.000 Barrel. Langfristig könnten die Importmengen auf rund 500.000 bis 600.000 Barrel pro Tag schrumpfen.
Diese Entwicklung trifft Russland hart. Die Einnahmen aus dem Energieexport dürften bis 2025 vor allem aufgrund US-amerikanischer Sanktionen um etwa 20 Prozent einbrechen. Die mögliche Verlagerung hin zu venezolanischem Öl unterstreicht die strategischen Verschiebungen im globalen Energiesektor. Für die lange Zeit kriselnde Wirtschaft Venezuelas könnte dies eine wichtige neue Perspektive eröffnen. Die geopolitische Landkarte der Energieversorgung wird damit neu gezeichnet.
Lesen Sie auch
- Neue Steuerregel für Vermieter in der Ukraine: Nur noch 5 Prozent Abgabe
- Ukrainischer Mietmarkt steigt aus dem Schatten: Steuersenkung auf 5 Prozent geplant
- Dollar-Kurs auf Rekordhoch: Ukrainische Nationalbank setzt Wechselkurs auf 44,5 Hrywnja – droht bald die 50er-Marke?
- Kraftstoffpreise in der Region Charkiw fallen drastisch: Diesel und Autogas günstiger
- NBU-Prognose: Nahostkonflikt treibt Inflation in der Ukraine auf 9,4 Prozent hoch
- Abschied von Kleingeld: Die Ukraine zieht 10-Kopeken- und 1-Hrywnja-Münzen aus dem Verkehr

