Ein Priester erklärt: Wer den Verstorbenen nach alter Sitte waschen sollte.
Die Erläuterung von Priester Oleksiy Filyuk
Nach Angaben von TSN.ua: Der Geistliche Oleksiy Filyuk aus der Region Ternopil hat sich zu der Frage geäußert, wer den Körper eines Verstorbenen zu waschen hat. In einer Erklärung, die er auf Instagram veröffentlichte, betonte der Priester, dass die Antwort hierbei weniger auf der Glaubenslehre, sondern vielmehr auf überlieferten Bräuchen beruht.
Filyuk stellte klar:
„Die Kirche gibt darauf keine Antwort, denn hier geht es mehr um Tradition als um Glaubenslehre.“Er fügte hinzu, dass eigentlich die Familie die Waschung vornehmen sollte. Falls jedoch jemand davor zurückschrecke, solle man es einfach unterlassen. Der Priester teilte auch eine persönliche Erfahrung und erzählte, dass er selbst einmal den Körper einer verstorbenen Verwandten waschen musste.
Überlieferte Bräuche und ihre Bedeutung
Diese Stellungnahme ist Teil einer Reihe von Antworten, die Filyuk auf Fragen seiner Follower gibt. Zuvor hatte sich der Geistliche bereits zum Brauch geäußert, Münzen in den Sarg zu werfen, was ebenfalls Diskussionen in seiner Gemeinde auslöste.
Die Bedeutung seiner Worte liegt darin, dass sie den Unterschied zwischen kirchlichen Traditionen und persönlichen Familienbräuchen hervorheben, die regional oder familiär unterschiedlich sein können. Dies kann Menschen helfen zu verstehen, dass solche Rituale flexibel sind und sich individuellen Bedürfnissen anpassen lassen. In einer Zeit, in der überlieferte Sitten oft hinterfragt werden, können solche Ratschläge eine wertvolle Stütze für Hinterbliebene in ihrer Trauer sein.
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