Eskalation an der Grenze: Taliban starten Offensive gegen Pakistan.
Taliban verkünden Beginn von Angriffsoperationen
Nach Angaben von TSN.ua: Die afghanischen Taliban haben den Start 'großangelegter Angriffsoperationen' gegen pakistanische Militärobjekte bekanntgegeben. Nach eigenen Angaben eroberten sie 15 Stellungen in einem Berggebiet und töteten 40 Soldaten. Der Sprecher der Bewegung, Sabihullah Mudschahid, begründete dies als Reaktion auf 'wiederholte Provokationen und Grenzverletzungen' durch Pakistan. Das pakistanische Informationsministerium bestreitet jedoch den Verlust von Posten und meldet seinerseits 22 getötete Taliban-Kämpfer.
Historisch belastete Grenze als Dauerkonfliktzone
Der Grenzkonflikt zwischen Afghanistan und Pakistan schwelt seit langem und eskalierte erneut am 21. Februar. Die jüngsten Gefechte sollen über zwei Stunden gedauert haben. Die Spannungen entzünden sich immer wieder an der umstrittenen Durand-Linie. Diese 2611 Kilometer lange Grenzziehung aus dem Jahr 1893 ist seit jeher ein Zankapfel und Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen. Die Talibanführung behauptet zudem, Angriffe auf 'Schlüsselzentren und wichtige Städte' zugelassen zu haben.
Darauf reagierte der Sprecher des pakistanischen Premierministers, Moscharraf Zaidi, mit einer klaren Warnung:
«Jede Aggression wird eine spiegelgleiche Antwort provozieren» — Moscharraf Zaidi
Laut pakistanischem Informationsministerium eröffneten die Taliban 'grundlos das Feuer', was die Eskalationsspirale weiter antreibt.
Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld zu, und der weitere Verfall der Lage bleibt ungewiss. Der Konflikt unterstreicht die tiefsitzenden Spannungen zwischen den Nachbarstaaten, die durch widersprüchliche Darstellungen und Grenzzwischenfälle immer wieder aufflammen. Die instabile Lage an der umstrittenen Durand-Linie birgt weiteres Eskalationspotenzial, das die regionale Stabilität bedroht.
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