Brand auf sanktioniertem russischen Tanker im Mittelmeer: Die Fakten zum Vorfall.
Feuer an Bord der 'Arctic Metagaz'
Nach Angaben von TSN.ua: Am 3. März 2023 geriet der unter Sanktionen der USA und Großbritanniens stehende russische Tanker 'Arctic Metagaz' im Mittelmeer in Brand. Die Besatzungsmitglieder wurden lebend in einem Rettungsboot aufgefunden, nachdem die Such- und Rettungsleitstelle für die libysche Zone die Operation eingeleitet hatte. Das letzte bekannte Signal des Schiffes wurde am 2. März 2023 in der Nähe der maltesischen Küste registriert. Solche Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Risiken, die von der sogenannten Schattenflotte ausgehen.
In der Folge wurde über eine mögliche ukrainische Beteiligung an einem Angriff auf das Schiff spekuliert. Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. Bereits im Januar 2023 hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Beschlagnahmung eines Öltankers aus Russlands Schattenflotte bekanntgegeben und damit internationale Bemühungen gegen Sanktionsumgehung unterstrichen.
„Frankreich wird entschlossen alle Versuche Russlands unterbinden, den Krieg durch die Umgehung internationaler Beschränkungen zu finanzieren.“ – Emmanuel Macron
Vorfall folgt auf Beschlagnahmung der 'Ethera'
Der Brand ereignete sich kurz nach der Beschlagnahmung des ebenfalls sanktionierten russischen Tankers 'Ethera' unter guineischer Flagge in Belgien am 1. März 2023. Gegen das Schiff liegen EU- und US-Sanktionen vor. Der russische Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten, Sergei Rjabkow, zeigte sich besorgt und warnte vor „schlechten Konsequenzen“ solcher Aktionen.
Der Kampf gegen Russlands Schattenflotte hält an, und dieser Brandvorfall unterstreicht erneut die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, Verstöße gegen Sanktionen zu unterbinden.
Der Fall zeigt, wie wichtig internationale Koordination bei der Bekämpfung von Umgehungsschemata zur Kriegsfinanzierung ist. Die entschlossenen Maßnahmen Frankreichs und anderer Staaten deuten auf eine verstärkte Kontrolle des sanktionspflichtigen Seeverkehrs hin. Dies könnte auch andere Nationen an ihre Verantwortung zur Einhaltung internationaler Normen und Sanktionsregime erinnern.
Lesen Sie auch
- Rekordverdächtige Verluste für Russland: SBU-Spezialeinheiten eliminieren über 8000 Soldaten im Mai
- Massiver Luftangriff in der Nacht: Ukrainische Abwehr eliminiert 146 Drohnen
- Sprengungen in Belgorod: Militärexperte äußert sich zu möglicher Beteiligung ukrainischer Streitkräfte
- Abzug vom Kinburn-Haken: Was das für die Region Mykolajiw bedeutet
- Ukraine wehrt Großangriff ab: 146 Drohnen und Raketen abgefangen
- Ukraine meldet über 1,376 Millionen getötete russische Soldaten

