Sturm zerstört 2000 Jahre alte Fußspuren in schottischer Bucht.
Ein flüchtiger Blick in die Eisenzeit
Nach Angaben von TSN.ua: Archäologen haben an der schottischen Küste der Luing Bay einen einzigartigen Fund gemacht, der nur kurz zu sehen war: 2000 Jahre alte Fußabdrücke von barfüßigen Menschen und Tieren wie Rothirsch und Reh. Das Team um Ivor Campbell und Jenny Sneddon arbeitete bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 88,5 km/h, um die Spuren zu dokumentieren, bevor ein Sturm sie vollständig fortspülte. Die Radiokarbondatierung von Pflanzenresten aus der Fundschicht bestätigte das Alter von etwa zwei Jahrtausenden. Diese Entdeckung fällt in die späte Eisenzeit, eine Zeit, die in Schottland auch von römischen Invasionen geprägt war. Wie der Archäologe Gordon Noble betonte,
'passt dieser Fund logisch zur reichen Archäologie des Luing-Tals.' Gordon Noble
Das Forscherteam hatte zwei Tage Zeit für die Untersuchung der Abdrücke. Bereits eine Woche nach der Entdeckung war keine Spur mehr von ihnen übrig – ein deutliches Zeichen für die extreme Vergänglichkeit solcher Zeugnisse. Der Forscher William Mills vermutet, dass
'die Menschen hier auf der Jagd gewesen sein könnten oder um pflanzliche Ressourcen zu sammeln.' William Mills
Der Fund liefert nicht nur neue Erkenntnisse über das Alltagsleben in der Eisenzeit, sondern zeigt auch, wie schnell die Natur archäologische Spuren tilgen kann.
Die Bedeutung eines vergänglichen Fundes
Die Fußspuren sind ein seltenes und unmittelbares Zeugnis der Interaktion zwischen Mensch und Tier in der Vorgeschichte. Sie unterstreichen, wie entscheidend eine schnelle Dokumentation in der Archäologie ist, da viele Fundstellen durch Erosion und Wettereinflüsse akut bedroht sind. Die analysierten Abdrücke erlauben nun Rückschlüsse auf die damalige Tierwelt und menschliche Aktivitäten und erweitern so das Wissen über die Ökologie und Kultur im eisenzeitlichen Schottland.
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