EU-Beitrittskandidaten im Vergleich: Ukraine hat mit Abstand den niedrigsten Mindestlohn.

EU-Beitrittskandidaten im Vergleich: Ukraine hat mit Abstand den niedrigsten Mindestlohn
EU-Beitrittskandidaten im Vergleich: Ukraine hat mit Abstand den niedrigsten Mindestlohn

Deutliches Gefälle bei den Löhnen

Nach Angaben von TSN.ua: Unter allen sieben Ländern, die derzeit auf eine EU-Mitgliedschaft hoffen, fällt der ukrainische Mindestlohn am schwächsten aus. Laut aktuellen Eurostat-Daten vom Januar 2026 beträgt er lediglich 173 Euro. Damit liegt er deutlich unter dem Niveau der anderen Beitrittskandidaten in der Region. Diese Diskrepanz verdeutlicht die wirtschaftlichen Herausforderungen, die vor dem Land liegen.

So viel zahlen die anderen Kandidatenländer

Die Rangliste der Mindestlöhne unter den EU-Anwärtern zeigt ein klares Bild:

  • Moldau - 319 Euro
  • Albanien - 517 Euro

Der enorme Abstand zu den anderen Kandidaten macht die Größe der Aufgabe für die Ukraine sichtbar. Innerhalb der Europäischen Union selbst ist die Spannbreite noch größer: An der Spitze steht Luxemburg mit 2.704 Euro, während Bulgarien mit 620 Euro das Schlusslicht bildet.

Der extrem niedrige Mindestlohn von 173 Euro birgt Risiken für die soziale Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine. Er unterstreicht den dringenden Reformbedarf in den Bereichen Arbeitsrecht und Sozialschutz, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Fortschritte hier sind ein Schlüsselfaktor, um sich den EU-Standards anzunähern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Weg in die EU ist somit auch eine innenpolitische Kraftanstrengung.


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