Ukrainische Regierung stellt Transformatorhersteller unter Vollschutz.
Kabinettsbeschluss sichert Arbeitskräfte für Schlüsselindustrie
Nach Angaben von TSN.ua: Um die Energieversorgung in der Krise zu stabilisieren, hat die ukrainische Regierung eine Sonderregelung für die Transformatorbranche beschlossen. Premierministerin Julia Swyrydenko teilte mit, dass Unternehmen, die Transformatoren herstellen, künftig 100 Prozent ihrer Belegschaft vor einer Einberufung schützen können. Dies sei ein entscheidender Schritt, um die Produktion dieser für die Infrastruktur lebenswichtigen Geräte aufrechtzuerhalten.
Vereinfachte Kriterien und digitales Verfahren
Parallel dazu wurden die Hürden für Unternehmen gesenkt, um als "kritisch wichtig" eingestuft zu werden. Statt drei müssen nun nur noch zwei Kriterien erfüllt werden, wie aus Änderungen zur Verordnung Nr. 76 hervorgeht. Zudem hat das Kabinett ein vereinfachtes Antragsverfahren über das staatliche Portal "Dija" ("Tat") gebilligt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, bürokratische Hindernisse abzubauen und den Prozess für die Betriebe zu beschleunigen.
Premierministerin Swyrydenko betonte, dass mit der Regelung spezialisierte Ingenieure und Fachkräfte in den Betrieben gehalten werden sollen. Nur so könne die Funktionsfähigkeit der Energieinfrastruktur unter den derzeit extrem schwierigen Bedingungen gewährleistet werden. Die Regierung unterstützt damit gezielt systemrelevante Branchen in der Ausnahmesituation.
Die Entscheidungen zeigen das Bestreben der Regierung, die Widerstandsfähigkeit kritischer Wirtschaftssektoren in der Energiekrise zu stärken. Die Verlagerung des Verfahrens auf das Portal "Dija" unterstreicht zudem den Kurs zur Digitalisierung der Verwaltung, was langfristig die industrielle Basis des Landes stützen soll.
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