NATO hält sich heraus: Schlüsselstaaten Europas verweigern Beteiligung an Iran-Operation.

NATO hält sich heraus: Schlüsselstaaten Europas verweigern Beteiligung an Iran-Operation
NATO hält sich heraus: Schlüsselstaaten Europas verweigern Beteiligung an Iran-Operation

Europa sagt Nein zu Militärschlägen

Nach Angaben von TSN.ua: Mehrere europäische Schlüsselverbündete der USA haben ihre Teilnahme an einer möglichen Militäroperation gegen Iran ausgeschlossen. Großbritannien, Deutschland und Spanien lehnen eine Beteiligung ab. Auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte stellte klar, dass das Bündnis sich nicht an einer solchen Aktion beteiligen wird.

Der britische Premierminister erklärte, sein Land werde sich keinen offensiven Angriffen der USA und Israels anschließen. Daher verweigerte London Washington die Nutzung britischer Stützpunkte wie Diego Garcia und Fairford für Angriffsoperationen. Für 'spezifische und begrenzte Verteidigungszwecke' gewährte der Premier den USA jedoch weiterhin Zugang zu Diego Garcia.

„Wir schließen uns keinen offensiven US- und israelischen Schlägen an“, stellte der britische Regierungschef fest.

Deutschland und Spanien ziehen mit

Bundesaußenminister Johann Wadephul bekräftigte die ablehnende Haltung Berlins. Die deutsche Regierung habe 'nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen' und verfüge auch nicht über die notwendigen militärischen Ressourcen. Deutsche Soldaten in Jordanien und Irak würden sich zwar verteidigen, falls angegriffen, an einer Offensivoperation sei Deutschland jedoch nicht beteiligt.

Spanien schloss sich dieser Position an. Außenminister José Manuel Albares bestätigte, dass Madrid den USA die Nutzung spanischer Militärbasen für Angriffe auf Iran nicht gestatten werde.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstrich die Distanz des Bündnisses:

„Nein, dies ist eindeutig eine von Amerikanern und Israelis geführte Kampagne“
, so seine klare Aussage. Unterdessen wurden alle US-Militärbasen wegen der hohen Bedrohungslage in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Diese geschlossene europäische Haltung spiegelt eine generelle Kriegsmüdigkeit und ein stärkeres Bestehen auf diplomatische Lösungen wider. Sie offenbart zudem potenzielle Differenzen in der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft. Der frühere US-Präsident Donald Trump ließ bereits sein Enttäuschung über den britischen Premierminister Keir Starmer verlauten, was die angespannte Stimmung unterstreicht.

Die klare Absage der europäischen Partner markiert einen bemerkenswerten außenpolitischen Kurs. Europa pocht hier auf seine strategische Autonomie und setzt im Umgang mit internationalen Krisen primär auf Diplomatie statt auf militärische Eskalation. Diese Entwicklung wird die Diskussion über die künftige Arbeitsteilung innerhalb der NATO sicherlich weiter befeuern.


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