Ukrainischer Präsident erlässt Dekret gegen Putins Schattenflotte – Russlands Öleinnahmen brechen ein.
Ukraine setzt Unternehmen aus Russland, Vietnam und den VAE unter Druck
Nach Angaben von TSN.ua: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Dekret unterzeichnet, das sich gegen Firmen aus Russland, Vietnam und den Vereinigten Arabischen Emiraten richtet. Diese Unternehmen verwalten Tanker, die russisches Öl exportieren. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, den sogenannten Schattenflotten der Russischen Föderation entgegenzuwirken. Experten schätzen, dass diese Flotte zwischen 940 und 1400 Schiffe umfasst. Durch neue Sanktionen der Europäischen Union ist die Liste der sanktionierten Tanker auf fast 600 Schiffe angewachsen.
Wie Sanktionen den Energiemarkt verändern
Schätzungen zufolge werden 75% (anderen Quellen zufolge bis zu 86%) des russischen Seeölexports über diese Schattenflotte abgewickelt. Dies zeigt den enormen Einfluss illegaler Schemata auf den russischen Energiemarkt. Gleichzeitig sind die russischen Einnahmen aus dem Verkauf von Energieträgern im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um etwa 20% gesunken. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 erzielte Russland noch über 1,18 Billionen US-Dollar mit dem Export fossiler Brennstoffe – ein Indikator für die immense Bedeutung dieses Sektors.
Ab dem 1. Februar 2026 senkt die EU die Preisobergrenze für russisches Seeschifffahrtsöl von 60 auf 44,10 US-Dollar pro Barrel. Diese Entscheidung ist Teil einer breiteren Strategie, um Russlands Einnahmen aus dem Energieexport zu schmälern. Die wichtigsten Abnehmer für russisches Rohöl bleiben:
- China
- Indien
- Türkei
Im Jahr 2025 hat Russland die Anzahl seiner Militärmanöver in der Ostsee verdreifacht, was auf eine zunehmende geopolitische Spannung in der Region hindeuten könnte.
Diese Maßnahmen, einschließlich der neuen Sanktionen und Beschränkungen, unterstreichen die Anstrengungen der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft, Russlands finanzielle Handlungsspielräume einzuschränken.
Quelle: Nicht angegeben
Die schwindenden Ölexporteinnahmen und die Kontrolle über Schattenflotten sind zentrale Bausteine einer Strategie, die darauf abzielt, die wirtschaftliche Grundlage Russlands zu schwächen. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen. Diese Entwicklungen dürften erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt und die internationalen Beziehungen in der Region haben. Die Sanktionspolitik zielt darauf ab, die Kriegsfinanzierung zu unterbinden, ohne die weltweite Energieversorgung zu gefährden.
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