Zelenskyj will das Landleben attraktiv machen: Diese staatlichen Anreize sind geplant.
Präsident verspricht Förderung für ländliche Regionen
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj hat angekündigt, die Menschen zurück in die Dörfer zu bringen. Dafür sollen würdige Lebensbedingungen geschaffen und der Privatsektor gefördert werden. In sozialen Netzwerken betonte er, der Staat müsse bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen bieten, um das Leben auf dem Land attraktiver zu gestalten.
Konkret verwies Zelenskyj auf bestehende Kreditprogramme mit günstigeren Konditionen für den ländlichen Raum, die ausgebaut werden sollen. Dies werde nach Einschätzung des Präsidenten neue Arbeitsplätze schaffen und Menschen zur Rückkehr bewegen. Als zentrales Hindernis nannte er jedoch den Fachkräftemangel, der für die Entwicklung dieser Gebiete überwunden werden müsse.
Die Stärke des Agrarsektors nutzen
Zelenskyj wies darauf hin, dass die Ernteerträge in der Ukraine trotz des Krieges im Vergleich zur Vorkriegszeit gestiegen sind – ein Beleg für das Potenzial des Agrarsektors.
„Früher wurde das Land als Agrarstaat bezeichnet, also ist klar, dass es auf dem Land etwas zu tun gibt“, so der Präsident.Er unterstrich, dass für eine attraktive Lebensperspektive im Dorf die entsprechende Infrastruktur entscheidend sei.
„Damit es auf dem Land Leben gibt, muss es Infrastruktur geben“, betonte Zelenskyj.
Zudem zeigte er sich überzeugt, dass das Dorf wieder an Bedeutung gewinnen wird.
„Das Dorf wird relevant sein. Es braucht nur ein wenig Zeit“, sagte der Präsident.Wolodymyr Zelenskyj hob auch die Bedeutung spezieller Förderprogramme und Subventionen für die Entwicklung von Produktionsstätten im ländlichen Raum hervor. Dies könne ein weiterer Schritt sein, um Menschen die Rückkehr aufs Land zu ermöglichen.
Die Ankündigungen des Präsidenten zielen darauf ab, die Landflucht zu stoppen, die sich im Krieg noch verstärkt hat. Höhere Investitionen in die Landwirtschaft, neue Arbeitsplätze und eine bessere Infrastruktur könnten Schlüsselfaktoren sein, um die Bevölkerung in den Dörfern zu halten. Solche Maßnahmen würden nicht nur den Personalmangel lindern, sondern auch den für die ukrainische Wirtschaft strategisch wichtigen Agrarsektor stärken. Die Regierung steht damit vor der großen Aufgabe, neben der Landesverteidigung auch langfristige wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.
Lesen Sie auch
- Benzinmangel auf der Krim: Wie ukrainische Angriffe Russlands Nachschub lahmlegen
- Trotz Hochverratsvorwürfen: Shufrytsch nimmt wieder an Ausschusssitzungen teil
- EU-Beitrittsgespräche: Selenskyj meldet Fortschritte und fordert neue Sanktionen
- Neue Absprachen zu Gripen-Kampfjets: Selenskyj und Schwedens Premier ziehen Bilanz
- Selenskyj und Finnlands Premier: Vereinbarungen zu Luftabwehr und Drohnen-Deal
- Moskau verliert an Einfluss: Selenskyj sieht Wahlen in drei Ex-Sowjetrepubliken als Wendepunkt

