Elf EU-Staaten fordern Stopp der Schengen-Visa für Russen.

Elf EU-Staaten fordern Stopp der Schengen-Visa für Russen
Elf EU-Staaten fordern Stopp der Schengen-Visa für Russen

Minister appellieren an die EU-Kommission

Nach Angaben von UATV: Die Außen- und Innenminister von elf Ländern – darunter Polen, Schweden, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen und Island – haben sich mit einem dringenden Appell an die Europäische Kommission gewandt. Sie verlangen, dass die Ausstellung von Schengen-Visa für russische Staatsbürger vorerst ausgesetzt wird. Hintergrund ist die gestiegene Zahl solcher Visa, die während des Ukraine-Kriegs an Russen vergeben wurden.

Allein im Jahr 2025 erhielten russische Staatsangehörige über 477.000 Schengen-Visa für touristische Reisen. Viele davon sind Mehrfachvisa, was in mehreren europäischen Ländern Besorgnis auslöst. Ein Sprecher der EU-Kommission, Markus Lammert, wies darauf hin, dass die Zahl der an Russen ausgestellten Schengen-Visa seit 2022 deutlich zurückgegangen sei.

Sicherheitsbedenken in Europa

In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten die Minister, dass diese Entwicklung „eklatant den Empfehlungen der Kommission widerspreche, die zu einer strengen Prüfung russischer Antragsteller aufrufen“. Die Worte verdeutlichen die wachsende Unruhe jener Staaten, die sich für eine restriktivere Visapolitik gegenüber Russland einsetzen – vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine.

Der Vorstoß der Minister unterstreicht die zunehmende Sorge europäischer Länder über Sicherheits- und Migrationsfragen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Während die internationale Gemeinschaft nach Wegen sucht, die Ukraine zu unterstützen, könnten solche Maßnahmen Teil einer umfassenderen Strategie zur diplomatischen Isolierung Russlands werden. Die Entwicklungen in der Visapolitik zeigen zudem die Spannungen zwischen Westeuropa und Russland, die künftige diplomatische Bemühungen zur Konfliktlösung beeinflussen könnten.


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