Das Jahr der elektronischen Kriegsführung: Wie sich die Drohnenabwehr 2026 wandeln wird.
Prognose für 2026: Der Aufstieg der elektronischen Unterstützungssysteme
Nach Angaben von Novyny.live: Nach Einschätzung von Kvertus-CEO Jaroslaw Filimonow wird das Jahr 2026 zum Durchbruch für komplexe Systeme der Radioelektronischen Unterstützung (REP) in der Drohnenabwehr führen. Diese Entwicklung wird notwendig, weil sich die Bedrohungslage massiv verschärft hat: Allein im Jahr 2025 waren an der Front bereits 150 bis 200 Drohnen pro Tag im Einsatz, und die Aktivitäten des Gegners nehmen weiter zu. Diese massive Präsenz erfordert dringend angepasste und weiterentwickelte Technologien für einen wirksamen Schutz. Die elektronische Kriegsführung gewinnt damit eine zentrale Bedeutung für die Sicherheit der Truppen.
Die Lage im Jahr 2025: Eine neue Dimension der Drohnenbedrohung
Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass der Drohneneinsatz an der Front ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat. Jaroslaw Filimonow weist darauf hin, dass neue Firmware-Versionen die unbemannten Fluggeräte zunehmend resistenter gegen elektronische Gegenmaßnahmen (REB) machen. Die von den Drohnen genutzten Frequenzen wandern, und die Wirkungsdistanz von REB-Systemen, die mit 'weißem Rauschen' arbeiten, schrumpft bedrohlich. Diese Entwicklung zwingt die Militärs, ihre Abwehrkonzepte grundlegend zu überdenken.
Filimonow betont die entscheidende Bedeutung von systematischen und effektiven Schutzlösungen, wie sie REP-Komplexe bieten können. Ein zentraler Punkt ist die Veränderung des operativen Rhythmus. Während Einheiten früher oft nur auf bereits erfolgte Angriffe reagierten, liegt der Fokus heute darauf, Bedrohungen vorauszusehen und zu vereiteln. Dies erfordert Systeme, die Drohnen früher erkennen und präziser bekämpfen können.
Im Kontext der Drohnenabwehr kommentiert Filimonow auch neuere Technologien wie den Einsatz von Kabelsteuerungen. Zwar schützen diese vor Störungen im Funkkanal, doch bergen sie eigene Risiken und schränken die Manövrierfähigkeit in urbanem Gelände ein. Da für 2026 ein stark steigender Bedarf an REP-Systemen prognostiziert wird, müssen solche Faktoren in den künftigen Gefechtsstrategien berücksichtigt werden.
Daher könnte das Jahr 2026 zu einem Schlüsseljahr für die Entwicklung neuer Technologien zur Drohnenabwehr werden und damit neue Möglichkeiten für den Schutz an der Front eröffnen.
Jaroslaw Filimonow
Angesichts der wachsenden Bedrohung durch unbemannte Flugsysteme unterstreicht die Prognose von Jaroslaw Filimonow die Dringlichkeit, militärische Strategien an die neuen Realitäten der Kriegsführung anzupassen. Die schiere Menge an Drohnen auf dem Schlachtfeld erfordert nicht nur neue Technik, sondern einen grundlegenden Wandel in der Führung und der Reaktion auf Gefahren. Der Einsatz innovativer Systeme kann die Wirksamkeit der Verteidigung entscheidend erhöhen – ein Faktor, der in modernen Konflikten überlebenswichtig ist.
Lesen Sie auch
- Nur zwei bis drei Jahre: Warum faltbare Android-Handys so schnell den Geist aufgeben
- Wenn Turbomotoren enttäuschen: Die anfälligsten Aggregate und wie man sie rettet
- JD Power Zuverlässigkeitsstudie: BMW an der Spitze, Audi und Mercedes fallen zurück
- Ukrainische Drohnen-Barkasse „Barrakuda“ wird zum fliegenden Flugzeugträger: Wie viele FPV-Drohnen sie an Bord hat
- Toter Pixel auf dem Monitor: Lässt sich der Schaden selbst beheben?
- Historische Gebäude: Neue Solarpaneele ahmen Ziegel und Dachziegel nach

