Vierzig Tage gezielte Schläge: Was die Ukraine mit den Angriffen auf die Krim und Odessa bezweckt.

Vierzig Tage gezielte Schläge: Was die Ukraine mit den Angriffen auf die Krim und Odessa bezweckt
Vierzig Tage gezielte Schläge: Was die Ukraine mit den Angriffen auf die Krim und Odessa bezweckt

Analyse der aktuellen Lage in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: In der Sendung 'Тепер Головне' erläuterte Bohdan Bachynskyj, Chefredakteur von espreso.tv, die Hintergründe der jüngsten Angriffe auf Odessa und das Ziel der 40-tägigen Operation des ukrainischen Sicherheitsdienstes. Zudem ging es um die Situation auf der annektierten Halbinsel Krim. Ende Juni 2023 kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj den Start dieser Operation an, die darauf abzielt, Russland durch den Einsatz von Raketen mit mittlerer und großer Reichweite zu Friedensverhandlungen zu zwingen.

Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der Krim systematisch die Luftabwehrsysteme des Gegners ausgeschaltet. Bachynskyj betonte:

„Zunächst haben die ukrainischen Streitkräfte planmäßig die Flugabwehr auf der Krim zerstört“
. Parallel dazu schließen auf der Halbinsel wegen Stromausfällen Geschäfte, und in Kertsch sind fast jede Nacht Explosionen zu hören, über die lokale Medien jedoch schweigen. Die Angriffe auf die russische Logistik im Süden der Ukraine sind eine Fortsetzung der logistischen Blockade der Krim, die unter anderem dazu geführt hat, dass der Ölumschlag praktisch zum Erliegen gekommen ist. Dies verdeutlicht, wie stark die ukrainischen Operationen die Versorgungswege des Gegners beeinträchtigen.

Operationen im Schwarzen Meer

Bachynskyj führte weiter aus:

„Die derzeitige Operation der Drohneneinheiten im Asowschen Meer, die sich nun auch auf das Schwarze Meer ausgedehnt hat, zielt auf eine vollständige Blockade und Entmilitarisierung der Krim ab“
. Die Angriffe auf Odessa und die Hafeninfrastruktur seien nach seiner Einschätzung ein Versuch von Russlands Präsident Wladimir Putin, seine Macht im Schwarzen Meer zu demonstrieren – allerdings bislang ohne Erfolg.

Die Lage in der Region bleibt angespannt, während die ukrainischen Streitkräfte ihre Kontrolle und Sicherheit im Konfliktgebiet verstärken. Diese 40-tägige Operation unterstreicht die Intensivierung der ukrainischen Militäraktionen im Süden, insbesondere auf der Krim. Sie zeigt das Bestreben des Landes, den russischen militärischen Einfluss in der Region zurückzudrängen. Die Stromausfälle und Geschäftsschließungen auf der Krim sind ein deutliches Zeichen für die schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für die dortige Bevölkerung und belegen zugleich die Wirksamkeit der ukrainischen Angriffe auf die Infrastruktur des Aggressors.


Lesen Sie auch

Werbung