Chaos kostet Geld: Warum 71 Prozent der US-Bürger Dinge doppelt kaufen.

Chaos kostet Geld: Warum 71 Prozent der US-Bürger Dinge doppelt kaufen
Chaos kostet Geld: Warum 71 Prozent der US-Bürger Dinge doppelt kaufen

Wenn der Besitz zum Ballast wird

Nach Angaben von Vox - Загальний: In den USA wird die Unfähigkeit, den eigenen Besitz zu organisieren, für viele zu einem teuren Problem. Eine aktuelle Erhebung zeigt ein alarmierendes Ergebnis: Ganze 71 Prozent der Amerikaner kaufen Gegenstände ein zweites Mal, weil sie diese in ihrem eigenen Chaos nicht wiederfinden können. Dieses Phänomen beeinträchtigt den Alltag erheblich und offenbart die Schwierigkeiten, die viele mit der Verwaltung ihres Wohnraums haben.

Die klinische Psychologin und Professorin an der Mississippi State University, Marie Dozier, forscht zu Zwangshorten und Hilfsangeboten für ältere Betroffene. Sie betont, dass die Wahrnehmung von Unordnung höchst subjektiv ist. Was für die eine Person noch ein funktionales Umfeld ist, kann für eine andere bereits die Nutzung der eigenen vier Wände erheblich behindern. Diese unterschiedliche Wahrnehmung kann zu schwerwiegenden psychischen Belastungen führen.

Die Lehre aus dem 'Schwedischen Todausmisten'

Dozier verweist auf einen Ansatz, der unter dem Begriff 'Schwedisches Todausmisten' bekannt geworden ist. Diese radikale Form des Entrümpelns, bei der man sich fragt, was die Hinterbliebenen mit dem eigenen Besitz tun sollen, kann auch für lebende Personen ein hilfreicher Gedankenanstoß sein. Eine systematische Räumung verbessert nicht nur die physische Wohnsituation, sondern wirkt sich oft auch unmittelbar positiv auf das seelische Wohlbefinden aus.

Das Problem des Hortens ist mehr als nur ein individuelles Ärgernis; es spiegelt größere gesellschaftliche und psychologische Herausforderungen der Konsumgesellschaft wider. Studien deuten darauf hin, dass äußeres Chaos häufig ein Symptom für innere Unordnung sein kann, die professioneller Unterstützung bedarf. Die Bewältigung dieser Probleme kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich steigern und zugleich ein gesellschaftlich relevantes Stresslevel senken. In Deutschland sind ähnliche Tendenzen zu beobachten, auch wenn hierzulande seltener über sie gesprochen wird.


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