Mit 83 Jahren noch im Geschäft: Die ältesten Sexarbeiterinnen der Welt sind Zwillingsschwestern.

Mit 83 Jahren noch im Geschäft: Die ältesten Sexarbeiterinnen der Welt sind Zwillingsschwestern
Mit 83 Jahren noch im Geschäft: Die ältesten Sexarbeiterinnen der Welt sind Zwillingsschwestern

Ein Leben für die Prostitution: Die außergewöhnliche Geschichte der Schwestern Fokkens

Nach Angaben von TSN.ua: Louise und Martine Fokkens sind eine Besonderheit: Die 83-jährigen Zwillingsschwester aus den Niederlanden gelten als die ältesten Sexarbeiterinnen der Welt. Ihre Lebensgeschichte wurde 2011 in einem Dokumentarfilm festgehalten, als die Frauen 69 Jahre alt waren. Sie hatten ihre Karriere in der Prostitution bereits vor über 50 Jahren begonnen und zogen sich erst mit etwa 70 Jahren aus dem Berufsleben zurück. Die niederländische Gesellschaft bot mit ihrer vergleichsweise liberalen Haltung den Rahmen für ihren langen Berufsweg.

Louise Fokkens fing bereits im Alter von 17 Jahren mit der Sexarbeit an. Die Legalisierung von Bordellen in den Niederlanden im Jahr 2000 veränderte die Rahmenbedingungen für die gesamte Branche nachhaltig. In ihren Erinnerungen betonen die Schwestern, wie wichtig ihre gegenseitige Unterstützung in diesem oft schwierigen Metier war. Martine Fokkens brachte es auf den Punkt:

„Ohne sie hätte ich das nie gemacht, aber mit ihr schien es weniger beängstigend.“

Ein Sinnbild für den gesellschaftlichen Wandel

Die Geschichte der Schwestern Fokkens ist nicht nur wegen ihres hohen Alters bemerkenswert, sondern auch wegen der außergewöhnlichen Länge ihrer Karriere. Sie stehen symbolisch für einen Wandel in der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Sexarbeit und zeigen, dass dieser Beruf auch im fortgeschrittenen Alter ausgeübt werden kann.

Der Fall der Zwillinge unterstreicht die Bedeutung von Legalisierung und sozialer Anerkennung für das Wohlergehen von Sexarbeitern. Die Niederlande, wo die Sexindustrie legal ist, dienen hier als Beispiel dafür, wie eine regulierte Branche funktionieren kann – im Gegensatz zu vielen Ländern, wo Prostitution verboten oder stark stigmatisiert ist. Diese Geschichte kann wichtige Impulse für die Debatte über Arbeitsrechte und den Schutz von Menschen in dieser Branche weltweit geben.


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