Der interstellare Komet 3I/ATLAS wird sich heute Nacht der Erde nähern: eine Simulation der Apokalypse.

Der interstellare Komet 3I/ATLAS wird sich heute Nacht der Erde nähern: eine Simulation der Apokalypse
Der interstellare Komet 3I/ATLAS wird sich heute Nacht der Erde nähern: eine Simulation der Apokalypse

Nach Angaben von ТСН: In der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember wird sich das interstellare Objekt 3I/ATLAS der Erde maximal nähern. Obwohl die NASA versichert, dass diese gefährliche Annäherung kein Risiko darstellt, haben Wissenschaftler ein schockierendes Szenario eines möglichen Zusammenstoßes modelliert, das katastrophale Folgen für Megastädte haben könnte.

Die Simulationen haben gezeigt, wie zerstörerisch die Folgen für die Erde sein könnten, wenn 3I/ATLAS sie treffen würde. Dieses interstellare Objekt wurde im Sommer zum ersten Mal mit dem chilenischen ATLAS-Teleskop, das von der NASA unterstützt wird, entdeckt, und seitdem hat es nicht nur die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern auf sich gezogen, sondern auch von der breiten Öffentlichkeit. Der Harvard-Forscher Avi Loeb vermutete, dass es sich um ein künstliches 'außerirdisches' Objekt aufgrund seiner ungewöhnlichen Eigenschaften handeln könnte.

Die NASA betonte:

3I/ATLAS ist ein Komet natürlichen Ursprungs.
Es ist das dritte bekannte Objekt, das aus dem Sonnensystem kommt, nach 1I/ʻOumuamua im Jahr 2017 und 2I/Borisov im Jahr 2019.

Der Komet war am 29. Oktober 2025 am nächsten zur Sonne und näherte sich auf etwa 203 Millionen Kilometer. Die maximale Annäherung an die Erde wird in der Nacht zum 19. Dezember um 1:00 Uhr Eastern Time in den USA erwartet. Amateurastronomen können das Objekt durch Teleskope beobachten, während es sich im Sternbild Löwe bewegt. Für diejenigen, die dies nicht tun können, ist ein Livestream bereitgestellt.

3I/ATLAS bedroht die Erde nicht

Was 3I/ATLAS betrifft, so betont die NASA, dass es selbst bei der nächsten Annäherung etwa 270 Millionen Kilometer entfernt bleiben wird, sodass eine Kollision ausgeschlossen ist. Danach wird der Komet die Umgebung des Sonnensystems verlassen und tiefen Weltraum ansteuern.

Parallel dazu haben Wissenschaftler ein theoretisches Szenario modelliert, was passieren könnte, wenn es zu einem Einschlag auf die Erde käme, unter Verwendung eines speziellen Simulators für Kometeneinschläge.

Folgen des Einschlags von 3I/ATLAS auf die Erde

Laut Berechnungen könnte eine direkte Kollision apokalyptische Folgen haben. Nach Angaben des Hubble-Teleskops könnte der Durchmesser des Kerns von 3I/ATLAS zwischen 440 und 5600 Metern liegen. Der Komet trat mit einer Geschwindigkeit von etwa 221.000 km/h in das Sonnensystem ein und wird laut Schätzungen der NASA mit ähnlicher Geschwindigkeit wieder austreten.

Für die Modellierung wurden die maximal zulässigen Parameter gewählt: Ein Objekt mit einem Durchmesser von 1,5 km, das sich mit 100 km/s bewegt und in einem 45-Grad-Winkel auf die Erde trifft. Der Einschlag würde hypothetisch an einem Punkt in Washington, D.C. stattfinden.

Die Ergebnisse der Modellierung waren beeindruckend. Der Einschlag würde einen Krater mit einem Durchmesser von etwa 27 km und einer Tiefe von fast 800 m schaffen, wobei sofort über 1,2 Millionen Menschen ihr Leben verlieren würden. Die Einschlaggeschwindigkeit von etwa 97 km/s würde eine Energie freisetzen, die 1203 Gigatonnen TNT entspricht, was die Stärke des letzten Ausbruchs des Yellowstone-Supervulkans übersteigt. Solche Ereignisse gelten als selten und passieren nur einmal in mehreren Millionen Jahren.

Eine Feuerkugel mit einem Durchmesser von etwa 69 km würde alles in der Umgebung zerstören und etwa 19,3 Millionen Menschen das Leben kosten. Millionen weitere würden schwere Verbrennungen unterschiedlichen Grades erleiden. Kleidung würde Hunderte von Kilometern vom Epizentrum in Brand geraten, und Wälder würden in einer Entfernung von über fünfhundert Kilometern in Brand geraten.

Darüber hinaus würde der Planet von einer übermächtigen Druckwelle getroffen, die in der Lage wäre, Millionen von Menschen sofort zu töten, und Zerstörungen in Hunderten von Kilometern vom Einschlagspunkt auszulösen. Zusätzliche Opfer würden durch heftige Winde verursacht, und den letzten Schlag würde ein Erdbeben der Magnitude 8,5 darstellen, das hunderte weitere Tausende von Lebens kosten und in einer Entfernung von über 500 km von der Katastrophe spürbar sein würde.

Darüber hinaus überraschte der Komet 3I/ATLAS die Wissenschaftler mit dem Phänomen des Kryovulkanismus: Bei der Annäherung an die Sonne wurden auf seiner Oberfläche starke Ausbrüche von Eis und Staub beobachtet. Studien zeigen, dass dieses Himmelsobjekt erstaunlich ähnlich ist wie transneptunische Objekte unseres Sonnensystems und primitive Meteorite-Chondrite.

Somit ist 3I/ATLAS, obwohl es derzeit keine Bedrohung darstellt, eine Erinnerung daran, wie verletzlich wir im Falle unerwünschter kosmischer Ereignisse sein können. Der Einsatz moderner Technologie zur Beobachtung und Modellierung solcher Szenarien hilft Wissenschaftlern, mögliche Bedrohungen besser zu verstehen und Wege zu finden, diese zu verhindern. Dieses Objekt wird möglicherweise noch lange ein Gesprächsthema in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der breiteren Öffentlichkeit bleiben.


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