Free Solo an einem Wolkenkratzer: Alex Honnold erklimmt das Taipei 101.

Free Solo an einem Wolkenkratzer: Alex Honnold erklimmt das Taipei 101
Free Solo an einem Wolkenkratzer: Alex Honnold erklimmt das Taipei 101

Ein neuer Gipfel für Alex Honnold

Nach Angaben von TSN.ua: Der legendäre Free-Solo-Kletterer Alex Honnold hat den 101-stöckigen Wolkenkratzer Taipei 101 in Taiwan ohne Sicherung bestiegen. Die atemberaubende Besteigung wurde für eine Netflix-Produktion aufgezeichnet. Honnold erreichte die Spitze des 1.667 Fuß (etwa 508 Meter) hohen Gebäudes nach ungefähr anderthalb Stunden.

Eigentlich war der Aufstieg für den Vortag geplant, musste aber wegen Regenwetters verschoben werden. Honnold ist der erste Mensch, der das Taipei 101 im Free-Solo-Stil bezwang. Bereits 2004 hatte der Franzose Alain Robert den Wolkenkratzer erklommen, dabei jedoch Sicherungsausrüstung verwendet. Free Solo, das Klettern ohne Seil und Sicherung, gilt als die reinste und gefährlichste Form des Felskletterns.

„Ein fantastischer Ort, um Taipeh zu sehen“

Während des Aufstiegs teilte Honnold seine Eindrücke:

„Das ist eine unglaubliche Aussicht und ein wunderschöner Tag. Es war sehr windig, also dachte ich die ganze Zeit: Bloß nicht vom Turm fallen. Aber es ist einfach ein fantastischer Ort, um Taipeh zu sehen.“
Er fügte hinzu:
„Beim Start ist es ein bisschen beängstigend, weil alle einen ansehen. Aber gleichzeitig spürt man, dass die Leute einen anfeuern. Das verleiht der ganzen Sache eine fast festliche Atmosphäre.“

Das Ereignis zog nicht nur die Aufmerksamkeit von Extremsporthandys auf sich, sondern auch von allen, die an den Grenzen des Klettersports interessiert sind. Honnold, bekannt für seine Free-Solo-Rekorde an Felswänden wie dem El Capitan, setzt mit dieser urbanen Leistung ein neues Ausrufezeichen. Seine Besteigung des Taipei 101 markiert einen bedeutenden Moment im Extremklettern und zeigt neue, unkonventionelle Herausforderungen auf. Zugleich löste sie erneut Diskussionen über das immense Risiko und die Sicherheitsethik beim Free Solo aus. Solche medial aufbereiteten Projekte auf Plattformen wie Netflix haben das Potenzial, eine neue Generation zu inspirieren und dem Sport ein breiteres Publikum zu erschließen.


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