Künstliche Sonne im All: US-Firma will 50.000 Spiegel in den Orbit bringen – das kostet die Nachtbeleuchtung.

Künstliche Sonne im All: US-Firma will 50.000 Spiegel in den Orbit bringen – das kostet die Nachtbeleuchtung
Künstliche Sonne im All: US-Firma will 50.000 Spiegel in den Orbit bringen – das kostet die Nachtbeleuchtung

Das ehrgeizige Vorhaben von Reflect Orbital

Nach Angaben von TSN.ua: Ein US-amerikanisches Startup namens Reflect Orbital verfolgt einen visionären Plan: Ein Netz aus orbitalen Spiegeln soll künftig die Nacht auf der Erde erhellen. Die Grundidee stammt vom deutschen Wissenschaftler Hermann Oberth aus dem Jahr 1923, doch erst heute wird sie durch moderne Technik realisierbar. Vorgesehen sind bis zu 50.000 Spiegel mit Durchmessern zwischen 20 und 50 Metern, die das Sonnenlicht gezielt auf die Erdoberfläche lenken sollen.

Bereits in den 1990er-Jahren zeigte das russische Projekt 'Znamja', dass sich Licht tatsächlich vom Weltraum aus reflektieren lässt – ein Beleg für die technische Machbarkeit. Laut Firmenvertreter Ben Novak wird die Steuerung künftig über eine App erfolgen.

„Die Beleuchtung lässt sich per Anwendung regeln“, so Novak.
Dies eröffnet vielseitige Einsatzmöglichkeiten, unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Rettungseinsätze
  • Landwirtschaft
  • Steigerung der Effizienz von Solarkraftwerken

Die geplante Gebühr für den Beleuchtungsservice liegt bei rund 5.000 US-Dollar pro Stunde. Für die Umsetzung hat das Unternehmen bereits etwa 25 Millionen Euro an Investitionen eingesammelt. Der erste Testsatellit soll starten, sobald die erforderlichen Genehmigungen der US-Behörden vorliegen. Mit diesem ambitionierten Vorhaben will Reflect Orbital die nächtliche Beleuchtung der Erde grundlegend verändern.

Gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen

Das Projekt von Reflect Orbital könnte weitreichende Folgen für Sicherheit, Landwirtschaft und Energieversorgung haben. Neben einer besseren Sicht in der Dunkelheit ließe sich so auch die Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen verringern. Allerdings erfordert ein derart großes Vorhaben eine gründliche Prüfung der Umweltverträglichkeit und möglicher sozialer Konsequenzen. Dies unterstreicht, wie wichtig eine ausgewogene Betrachtung bei technologischen Neuerungen im Beleuchtungssektor ist.


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