Staat setzt Influencer und Medien wegen Glücksspielwerbung auf die Schuldnerliste.

Staat setzt Influencer und Medien wegen Glücksspielwerbung auf die Schuldnerliste
Staat setzt Influencer und Medien wegen Glücksspielwerbung auf die Schuldnerliste

Millionenschulden durch illegale Casino-Werbung

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Glücksspielregulator PlayCity hat erste Schuldner wegen unerlaubter Werbung für Online-Casinos registriert. Die Forderungen gegen Blogger und Medien summieren sich auf fast 5 Millionen Hrywnja und sind nun im zentralen Schuldnerregister verzeichnet. Diese Maßnahme zeigt die verschärfte Durchsetzung der bestehenden Werbeverbote.

Gegen die Bloggerin Karina Kutschmenko, bekannt unter ihrem Pseudonym Simbochka, wurden Anfang Januar zwei Verfahren eröffnet. Ihre Schulden belaufen sich auf 4,8 Millionen bzw. 24.000 Hrywnja. Insgesamt wehren sich derzeit sieben Influencer und ein Medienunternehmen vor Gericht gegen die Strafbescheide von PlayCity und versuchen, die Bußgelder anzufechten.

Verschärfte Strafen ab 2026 geplant

Das Strafregime für illegale Glücksspielwerbung soll ab dem Jahr 2026 grundlegend reformiert werden. Die neuen Regeln sehen eine Staffelung der Geldbußen nach Schwere des Verstoßes vor. Zudem wird die Platzierung von Werbung für Glücksspiele künftig ausschließlich in Medien mit einer Alterskennzeichnung '21+' erlaubt sein, die sich explizit an ein erwachsenes Publikum richten. Diese geplanten Änderungen könnten die Werbepraxis in dieser umstrittenen Branche deutlich einschränken.

Die aktuelle Eintragung in das Schuldnerregister hat eine Debatte über die Legalität von Glücksspielwerbung in der Ukraine ausgelöst und den Marktteilnehmern die Konsequenzen von Verstößen vor Augen geführt.

Der Fall unterstreicht die Dringlichkeit einer wirksamen Kontrolle von Glücksspielwerbung, insbesondere angesichts der wachsenden Popularität von Online-Casinos.

Quelle: Analytischer Bericht

Die für 2026 avisierten Gesetzesänderungen markieren einen wichtigen Schritt zur Regulierung des Sektors. Sie zielen nicht nur auf höhere Strafen, sondern auch auf striktere Verbreitungswege ab. Dies könnte illegale Aktivitäten eindämmen und Verbraucher besser schützen.


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