Wer wird von der Einberufung freigestellt? Der entscheidende Unterschied zwischen Reservist und Reserve-Soldat.
Zwei verschiedene Status: Reservist und Reserve-Soldat
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine gelten für die Freistellung von der Mobilmachung klare Regeln, die auf dem militärischen Status basieren. Ein entscheidender Punkt ist die Unterscheidung zwischen einem 'Reservisten' und einem 'Reserve-Soldaten'. Nur wer bereits aktiven Wehrdienst geleistet hat, erhält den Status eines Reservisten. Personen ohne diese Dienstzeit gelten lediglich als wehrpflichtige Reserve-Soldaten, was rechtliche Konsequenzen hat.
Jurij Ajwasjan stellt klar: 'Ein Reserve-Soldat ist nicht gleichzusetzen mit einem Reservisten, denn ein Reservist ist eine Person, die bereits Militärdienst absolviert hat.'
Voraussetzungen für eine Freistellung (Brotnowannja)
Eine Freistellung von der Einberufung kommt vor allem für Beschäftigte in systemkritischen Betrieben infrage. Diese Regelung hat jedoch eine wichtige Ausnahme: Sie gilt nicht für Personen, die dem operativen Reserve-Pool zugeordnet sind.
Wladyslaw Derij betont: 'Von der Freistellung ausgenommen sind nur Bürger, die in die operative Reserve aufgenommen wurden.'
Das bedeutet konkret: Wer wehrpflichtig ist, aber keinen Grundwehrdienst abgeleistet hat, kann grundsätzlich nicht mit einer solchen Freistellung rechnen.
Bei einer Mobilmachung werden in erster Linie ehemalige Soldaten mit Kampferfahrung und einem Alter unter 40 Jahren einberufen. Um eine Freistellung zu beantragen, muss sich der Bürger an die militärische Einheit wenden, in der er seinen Grundwehrdienst abgeleistet hat. Wladyslaw Derij präzisiert: 'Sie gehören zur militärischen Reserve, haben den Status eines Wehrpflichtigen, und wenn Sie nirgendwo gedient haben, dann besitzen Sie nicht den Status eines Reservisten.' Diese Aussage unterstreicht, dass der abgeleistete Wehrdienst die zentrale Voraussetzung für den Reservistenstatus und damit für mögliche Freistellungen ist.
Die genaue Kenntnis des eigenen Status und der geltenden Regelungen ist für ukrainische Bürger unter den aktuellen Bedingungen daher von großer praktischer Bedeutung.
In der gegenwärtigen Lage kann dieses Wissen helfen, die eigenen Rechte und Pflichten realistisch einzuschätzen und notwendige Schritte rechtzeitig einzuleiten. Eine klare Unterscheidung der Begriffe ist für jede persönliche Entscheidungsfindung unerlässlich.
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