Aufdringliche Melodien im Kopf: Wissenschaftler erklären das Phänomen der Ohrwürmer.
Nach Angaben von ТСН: Kurze Songausschnitte drehen sich häufig im Kopf, selbst in der Stille. Dieses Phänomen, bekannt als "Ohrwürmer", ist für viele Menschen alltäglich, insbesondere für diejenigen, die regelmäßig Musik hören.
Forschung finnischer Wissenschaftler
Finnische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass über 90 % der Menschen sich mindestens einmal pro Woche Melodien bewusst werden, die automatisch im Gedächtnis auftauchen, und etwa 60 % erleben dies täglich. Am häufigsten sind es Phrasen aus beliebten Songs, die kürzlich gespielt oder mehrfach gehört wurden.
Die Wissenschaftler stellen fest, dass das Gehirn sowohl beim Musikhören als auch beim "Wiedergeben" in Gedanken ähnlich funktioniert. Dabei arbeitet der auditorische Assoziationscortex – der Bereich, der für komplexe musikalische Bilder verantwortlich ist – aktiver.
Einfluss auf das Arbeitsgedächtnis
Sogar Menschen, die an Amusie leiden – einer Störung, die die Erkennung von falschen Tönen und das Erinnern von Melodien erschwert, erleben manchmal auch "Ohrwürmer", wenn auch seltener.
Ungebetene Melodien können das Arbeitsgedächtnis beeinflussen. Australische Forscher fanden heraus, dass bei "musikalischem Verharren" die Ausführung von Aufgaben, die mit dem Kurzzeitgedächtnis verbunden sind, beeinträchtigt wird – ein Teil der kognitiven Ressourcen ist mit einem Songfragment "beschäftigt". Je vertrauter die Melodie ist, desto stärker ist dieser Effekt.
Vergnügen oder Unbehagen
Für die meisten Menschen sind "Ohrwürmer" angenehm, sie können jedoch für diejenigen, die an einer obessiv-kompulsiven Störung leiden, zu einem zusätzlichen Reiz werden. Bisherige Studien haben keine genauen Antworten gegeben, ob sie bei solchen Personen häufiger auftreten oder einfach intensiver wahrgenommen werden.
Wie man eine lästige Melodie loswird
Es gibt ein paar einfache Methoden, die helfen können, eine lästige Melodie loszuwerden. Britische Wissenschaftler empfehlen, Kaugummi zu kauen, da dies "der inneren Stimme", die das Lied im Gehirn wiedergeben könnte, entgegenwirken kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Aufmerksamkeit auf andere Musik zu lenken, obwohl diese Methode nicht immer den gewünschten Effekt erzielt.
Interessanterweise löst das Anhören desselben Stücks "bis zum Ende" tatsächlich oft nicht das Problem, sondern erhöht im Gegenteil die Wahrscheinlichkeit, dass die Melodie erneut im Kopf steckt.
Zum Schluss wurde kürzlich genetisches Material eines Virus entdeckt, das zuvor einen massiven Tod bei Meeressäugern in den Arktischen Walen verursacht hat. Dies könnte einen katastrophalen "Domino-Effekt" auslösen.
Der Einfluss von "Ohrwürmern" auf unseren Alltag bleibt ein aktives Forschungsthema. Einerseits empfinden die meisten Menschen dieses Phänomen als interessant und sogar angenehm, andererseits könnten bestimmte Bevölkerungsgruppen es als störend empfinden. Das Verständnis der inneren Prozesse des Gehirns während dieser Phänomene könnte der Schlüssel zur Entdeckung vieler Geheimnisse der menschlichen Psychologie und Neurobiologie sein.
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