Geheimnisvolle Rechtecke am Meeresgrund: Was Google Maps wirklich entdeckt hat.
Nach Angaben von ТСН: Benutzer von Google Maps entdeckten im Pazifischen Ozean vor der Küste Costa Ricas große rechteckige Konturen, die an Tunnel oder Unterwassergebäude erinnern. Diese Entdeckung hat aktive Diskussionen ausgelöst, und einer der Autoren der Veröffentlichung in sozialen Medien äußerte die Vermutung, dass diese geometrischen Formen von Menschen geschaffen worden sein könnten.
Erklärungen von Fachleuten
Fachleute erklärten jedoch schnell, dass diese sogenannten 'Gebäude' in Wirklichkeit Artefakte sind, die während der Datensammlung über die Tiefen des Ozeans gewonnen wurden. Ein großer Teil des Meeresbodens ist noch nicht detailliert kartiert: Nur einzelne Gebiete wurden mithilfe von Hydrofonen und nicht durch Satellitenbilder untersucht.
Aufgrund dessen sehen die mit Mehrstrahlsonden untersuchten Bereiche auf der Karte anders aus, sie bilden gerade und klare Streifen, da die geschleppten Hydrophone sich auf geraden Trajektorien bewegen. In diesem Fall wurden die Daten wahrscheinlich 2010 von dem Forschungsschiff Melville gesammelt.
Neue Daten zum Meeresboden
Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Kartierungsdaten des Meeresbodens kürzlich um weitere 5,4 Millionen km² erweitert wurden, was ungefähr der doppelten Fläche Argentiniens entspricht. Insgesamt sind derzeit etwa 24,9% des weltweiten Meeresbodens auf Karten verzeichnet.
Solche Studien eröffnen eine komplexe Topografie der Unterwasserwelt – von Bergen und Tälern bis hin zu weiten Ebenen. Die Daten der bathymetrischen Karten sind entscheidend für das Studium der Entwicklung des Ozeans, der Strömungen, der Meeresarchäologie und der Ökosysteme, einschließlich der Tiefsee-Korallenriffe.
Darüber hinaus entdeckten Archäologen in Wales, unweit von der Landebahn des Flughafens Cardiff, eine sensationelle Entdeckung, die unsere Vorstellungen vom Leben im frühen Mittelalter verändern könnte. Auf dem Gelände der Burg Fonmon fanden die Forscher einen alten Begräbnisplatz, auf dem im VI-VII Jahrhundert überwiegend Frauen bestattet wurden.
Diese Entdeckungen unterstreichen, wie wichtig moderne Technologien bei der Erforschung der Ozeane und des Meeresbodens sind. Sie erweitern nicht nur unser Wissen über die Unterwasserwelt, sondern können auch neue Perspektiven für das Verständnis von Geschichte und Archäologie eröffnen. Die Aussichten für weitere Forschungen in diesen Themenbereichen sehen vielversprechend aus.
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