John Walsh zeichnet den letzten Weg Jesu in Jerusalem nach: Vom Tempelberg bis Golgatha.
Die Nachzeichnung der letzten Route Jesu Christi
Nach Angaben von TSN.ua: Der Bibelforscher John Walsh hat eine detaillierte Rekonstruktion des letzten Weges vorgelegt, den Jesus Christus in Jerusalem zurücklegte. Gestützt auf die Evangelientexte und archäologische Funde, beschreibt er die Ereignisse der Karwoche. Die Route beginnt auf dem Tempelberg in der Altstadt Jerusalems, der rund 35 Acres (etwa 14 Hektar) umfasst. Im Evangelium nach Matthäus (21,12–17) wird berichtet, dass Jesus genau hier die Händler aus dem Tempel vertrieb.
Nach dieser Tempelreinigung begab sich Jesus zum Ort des letzten Abendmahls. Laut dem Lukasevangelium (22,11–13) fand dieses im Obergemach auf dem Berg Zion statt. Die Strecke zwischen dem Tempelberg und dem Obergemach beträgt ungefähr eine Meile (etwa 1,6 Kilometer), für die man zu Fuß 20 bis 30 Minuten braucht. In diesem Raum vollzog sich ein zentraler Teil der Karwoche, der die Bühne für die folgenden dramatischen Ereignisse bereitete.
Die wichtigsten Stationen der Rekonstruktion
- Der Garten Getsemani, wo Jesus von Judas verraten wurde. Ein archäologischer Fund aus dem Jahr 2020 – ein rituelles Tauchbad in Getsemani – untermauert die Bedeutung dieses Ortes.
- Das Haus des Kaiphas, wo Jesus verhört wurde. Anschließend verurteilte Pontius Pilatus ihn im Herodespalast zum Tode.
- Golgatha, der Ort der Kreuzigung. Die Entfernung vom Herodespalast zu Golgatha beträgt rund 800 Meter. Die Schätzung für den Weg mit dem Kreuz dorthin liegt bei mindestens drei Stunden.
Der letzte Abschnitt der Route ist Golgatha, wo die Kreuzigung stattfand. Die Grabstätte Jesu befindet sich etwa 90 Meter von der Kreuzigungsstelle entfernt. Die beschriebenen Ereignisse spielten sich vom späten Donnerstagabend bis zum Freitag ab – ein Zeitraum, der in der christlichen Tradition von großer Bedeutung ist.
Diese von John Walsh durchgeführte Rekonstruktion bietet eine neue Perspektive auf die letzten Tage Jesu. Sie verbindet religiöse Texte mit archäologischen Erkenntnissen, um den Weg nachzuzeichnen, den er vor seiner Hinrichtung ging. - John Walsh
Walshs Arbeit könnte einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der christlichen Geschichte leisten. Sie vereint historische, archäologische und religiöse Aspekte und ermöglicht so einen tieferen Einblick in den Kontext jener Ereignisse, die für die Entstehung des christlichen Glaubens von großer Bedeutung waren. Dieses Projekt dürfte nicht nur Forscher und Studenten ansprechen, sondern auch alle, die sich für die Geschichte und Kultur Jerusalems interessieren – besonders während der Karwoche, wenn Christen des Leidens und Sterbens Jesu Christi gedenken.
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