Ukraine: Notabschaltungen statt geplanter Stromsperren nach Angriffen.

Ukraine: Notabschaltungen statt geplanter Stromsperren nach Angriffen
Ukraine: Notabschaltungen statt geplanter Stromsperren nach Angriffen

Stromversorgung in der Ukraine kollabiert

Nach Angaben von TSN.ua: Als Reaktion auf die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur hatte die Ukraine ab dem 24. Januar 2023 stundenweise Stromsperren nach einem festen Zeitplan angekündigt. Dieser Plan ist jedoch gegenwärtig Makulatur. In den meisten Regionen des Landes gelten nun ungeplante Notabschaltungen, die sich nicht an einen Zeitplan halten.

Energiekrise erfasst fast das ganze Land

In fast allen Regionen sind die Notabschaltungen in Kraft, darunter in:

  • Kiew
  • Oblast Kiew
  • Oblast Odessa
  • Oblast Mykolajiw
  • Oblast Saporischschja
  • Oblast Charkiw
  • Oblast Dnipropetrowsk
  • Oblast Kirowohrad
  • Oblast Sumy
  • Oblast Schytomyr
  • Oblast Tschernihiw
  • Oblast Tscherkassy
  • Oblast Winnyzja
  • Oblast Tscherniwzi
  • Oblast Chmelnyzkyj
  • Oblast Wolyn
  • Oblast Ternopil
  • Oblast Iwano-Frankiwsk
  • Oblast Transkarpatien
  • Oblast Lwiw
  • Oblast Riwne

Auslöser ist eine kritische Verschärfung der Lage im Stromnetz. Die Energieversorger sahen sich gezwungen, zu diesen drastischen Maßnahmen zu greifen, um einen kompletten Blackout und weitere Schäden an der Infrastruktur zu verhindern. Die systematische Zerstörung der ukrainischen Energieanlagen durch Russland hat das Netz an den Rand seiner Belastbarkeit gebracht.

Die zuvor ausgearbeiteten Zeitpläne für rotierende Abschaltungen konnten angesichts der akuten Notlage nicht umgesetzt werden. Die ungeplanten Stromsperren sind eine Notmaßnahme, um die Stabilität des gesamten Systems zu wahren. Die Energiewirtschaft warnt die Bevölkerung vor weiteren Einschränkungen und appelliert dringend an alle, Strom zu sparen.

Diese Situation unterstreicht die Verletzlichkeit der ukrainischen Energieinfrastruktur unter Kriegsbedingungen.

Eine weitere Verschlechterung des Zustands der Energieanlagen könnte zu noch massiveren Versorgungsausfällen führen, die das Alltagsleben und die Wirtschaft des Landes lahmlegen würden. In dieser prekären Lage ist die Bereitschaft aller Beteiligten – von den Energieunternehmen bis hin zu jedem einzelnen Bürger – für weitere Herausforderungen entscheidend.


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