Brüssel drängt auf Ende des vereinfachten Steuersystems für ukrainische Einzelunternehmer: Wer betroffen ist.
Was die EU von der Ukraine fordert
Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: Die Ukraine muss ihr Steuersystem für Einzelunternehmer (FOP) grundlegend umbauen, wenn sie weiterhin auf finanzielle Hilfen aus Brüssel hoffen will. Konkret verlangt die Europäische Union eine Vereinheitlichung der Steuergruppen und die Abschaffung des vereinfachten Besteuerungsmodells für FOPs – insbesondere der Gruppen 2 und 3. Nur so sollen die nächsten Tranchen der EU-Milliardenhilfen freigegeben werden.
Svitlana Vorobei, stellvertretende Finanzministerin der Ukraine, erklärte dazu:
„Die zweite und dritte FOP-Gruppe werden reformiert. Wir haben uns dazu verpflichtet, um die zweite und dritte Tranche zu erhalten.“Kern der Reform ist die Einführung der Mehrwertsteuer (VAT) für Einzelunternehmer, die bis 2027 umgesetzt werden soll. Ursprünglich lag die Umsatzschwelle für die VAT-Pflicht bei umgerechnet über einer Million Griwna, doch dieser Grenzwert wurde inzwischen auf vier Millionen Griwna angehoben.
Wie es weitergeht
Einzelunternehmer der dritten Gruppe können derzeit noch zwischen zwei Modellen wählen: einem Steuersatz von fünf Prozent ohne Mehrwertsteuer oder drei Prozent mit separater VAT-Zahlung. Danylo Hetmantsev betonte die Notwendigkeit, VAT-Vergünstigungen für FOPs abzuschaffen:
„Wir teilen die Forderung unserer Partner – die Grenzwerte müssen für alle gleich sein.“Damit soll das Steuersystem gerechter und transparenter werden.
Die Ukraine steht nun vor der Aufgabe, ihr Steuerrecht an die neuen Vorgaben anzupassen. Für viele Einzelunternehmer bedeutet das möglicherweise tiefgreifende Veränderungen in ihrer Geschäftstätigkeit. Das Finanzministerium arbeitet bereits an der Umsetzung, um die Auflagen der internationalen Geldgeber zu erfüllen und die Finanzhilfen nicht zu gefährden.
Diese Steuerreform wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den ukrainischen Kleinunternehmenssektor haben. Die Vereinheitlichung der Steuergruppen und die Einführung der Mehrwertsteuer zwingen viele Selbstständige, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Die Reform gilt als notwendiger Schritt, um internationale Standards zu erfüllen – ein wichtiger Faktor für den weiteren Zugang der Ukraine zu externer Finanzierung und Unterstützung in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die konkrete Umsetzung wird deshalb entscheidend für die künftige Entwicklung des Unternehmertums in der Ukraine sein.
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