Die Russen haben in Konstantinowka innerhalb einer Woche 60 Luftbomben abgeworfen: Wie die Stadt evakuiert wird.

Die Russen haben in Konstantinowka innerhalb einer Woche 60 Luftbomben abgeworfen: Wie die Stadt evakuiert wird
Die Russen haben in Konstantinowka innerhalb einer Woche 60 Luftbomben abgeworfen: Wie die Stadt evakuiert wird

Nach Angaben von FREEДOM:

Situation in Konstantinowka

In Konstantinowka, das in der Oblast Donezk liegt, gibt es kein Wasser, keinen Strom, kein Gas und keinen Mobilfunkempfang. Apotheken sind geschlossen, und Geschäfte hören allmählich auf zu arbeiten. Die russischen Truppen beschießen die Stadt ständig. In der vergangenen Woche wurden 60 steuerbare Luftbomben auf Konstantinowka abgeworfen. Die Rettungsdienste und Freiwilligen setzen die Evakuierung der Ortsansässigen fort und begleiten eine der Gruppen mit dem Fernsehen FREEДOM.

Evakuierung aus der Gefahrenzone

Der Weg nach Konstantinowka führt durch ein Gebiet mit aktiven Kampfhandlungen, weshalb die Menschen versuchen, sich vor Drohnen zu verstecken, während sie auf die Evakuierung warten.

'Wir haben einfach Angst, an der Haltestelle zu sitzen, weil dort alles offen ist und die Sonne scheint', erzählt eine der Evakuierten.

Um sich für die Evakuierung anzumelden, müssen die Zivilisten in die oberen Etagen der Gebäude steigen, wo es noch die Möglichkeit gibt, Mobilfunkempfang zu bekommen.

'Nun, wir müssen evakuieren. Und das Telefon – es gibt keinen Empfang. Wie sollen wir anrufen? Wodurch?', teilt ein evakuierter Einwohner von Konstantinowka seine Sorgen mit.

Geheimnisvolle Stille und Angst

Als sie die Stadt verlassen, berichten die Menschen von ständigen Beschüssen russischer Truppen auf Wohngebäude.

'Ganz Konstantinowka brennt. Alles ist zerstört. Und sie schießen, ohne Gnade. Mögen sie nichts Gutes erfahren, die Parasiten. Es bleiben nur Scherben', teilt Maria, eine Einwohnerin von Konstantinowka, ihre Emotionen mit.

Die Menschen verlassen ihre Häuser kaum aus Angst vor russischen Drohnen.

'Es ist ein Albtraum, unerträglich. Man kann einfach nicht mehr auf die Straße gehen, nur Bumm, Bumm.Wo soll man sich verstecken? Wo? Im Haus sind die Fenster, alles fliegt herein', sagt Olga, eine Einwohnerin von Konstantinowka.

Der beschwerliche Weg zur Sicherheit

Die Menschen nehmen nur das Nötigste mit, selbst bei Hitze tragen sie warme Sachen, um das Gewicht zu erleichtern.

'Heute waren zehn Personen geplant, leider wurden nur neun evakuiert. Eine Frau wurde während des Beschusses getroffen, sie ist wahrscheinlich für immer dort geblieben. Konstantinowka ist bereits sehr gefährlich für nicht abonnierte Autos ohne REBs', erzählt Alexander Stasenko, ein Evakuierungsspezialist von der NGO 'Osten-SOS'.

Der gesamte Evakuierungsprozess ist kostenlos, die Menschen sind für die Hilfe dankbar.

'Sie riskieren ihr Leben. Ich bin dieser Organisation, den Freiwilligen, allen dankbar', sagt Lyudmila, eine Einwohnerin von Konstantinowka.

Reste der Hoffnung

Konstantinowka hat kein Wasser, kein Gas und keinen Strom. Der Mobilfunkempfang ist verschwunden. In naher Zukunft wird der letzte Lebensmittelladen schließen. Dennoch gibt es in der Stadt immer noch etwa sechstausend Zivilisten, die von der Rückkehr nach Hause träumen.

'Wir wollen Frieden, alle wollen wir Frieden. Wir sind friedliche Menschen, wir wollen Frieden', betonen die Evakuierten.

In einer Situation, in der die Bevölkerung Konstantinowkas mit ständigen Bedrohungen und dem Fehlen grundlegender Ressourcen konfrontiert ist, bleibt die Evakuierung der einzige Weg für die vom Krieg betroffenen Menschen. Die Stadt, die vor wenigen Monaten das Zuhause vieler war, ist heute ein Symbol für Zerstörung und Unsicherheit, aber die Hoffnung auf Frieden lebt weiter in den Herzen derjenigen, die geblieben sind.

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