Ungarn und die Slowakei werden beim EU-Gericht gegen das Verbot von russischem Gas klagen.

Ungarn und die Slowakei werden beim EU-Gericht gegen das Verbot von russischem Gas klagen
Ungarn und die Slowakei werden beim EU-Gericht gegen das Verbot von russischem Gas klagen

Nach Angaben von ТСН: Ungarn und die Slowakei planen, die Entscheidung der Europäischen Union anzufechten, die die Lieferung von russischem Gas verbietet.

Dies gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto bekannt. Er merkte an, dass die Länder den EU-Vertrag anfechten werden, der einen schrittweisen Verzicht auf russisches Gas bis September nächsten Jahres vorsieht. Szijjarto betonte, dass sein Land diese Bedingung nicht akzeptieren kann, da es von russischen Energiequellen abhängig ist.

Ungarn und die Slowakei gehören zu den wenigen EU-Staaten, die weiterhin fossile Brennstoffe aus Russland importieren. Nun beabsichtigen diese Länder, einen Rechtsstreit vor dem höchsten Gericht der EU einzuleiten.

Verzicht auf russisches Gas

Die Europäische Union hat ein Datum für das vollständige Verbot des Gasimports aus Russland festgelegt. Wenn das Dokument endgültig genehmigt wird, tritt das Verbot bis Ende 2027 in Kraft. Es sieht ein rechtlich verbindliches Verbot für den Import von russischem Gas in jeglicher Form vor - sowohl in Rohrleitungs- als auch in verflüssigter Form.

Die ungarische Regierung unter Viktor Orbán hat mehrfach betont, dass sie nicht beabsichtigt, auf russische Brennstoffe zu verzichten, da diese wirtschaftlicher im Vergleich zu Alternativen sind. Laut Orbán könnte ein Verzicht auf Lieferungen aus Russland zu steigenden Preisen für die Bevölkerung Ungarns führen.

Am 28. November besuchte Orbán Moskau, wo er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin traf. Der Ministerpräsident stellte fest, dass das Hauptziel seines Besuchs die Diskussion über die Lieferung von Öl und Gas nach Ungarn sowie die Gewährleistung stabiler Energiepreise im Winter war.

Somit zeigen die Pläne von Ungarn und der Slowakei schwerwiegende Unterschiede in der Energiepolitik der EU-Länder. Trotz der Bemühungen Europas, allmählich von russischen Energiequellen abzusehen, suchen diese beiden Länder weiterhin nach Wegen, ihre Energiekontakte zu Moskau zu erhalten, und setzen auf bestimmte wirtschaftliche Hoffnungen.


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