Zweiter Dengue-Fall in Lwiw: Patientin hatte sich auf den Malediven infiziert.
Dengue-Fieber in der Region Lwiw
Nach Angaben von TSN.ua: In der westukrainischen Region Lwiw ist innerhalb von drei Monaten der zweite Fall von Dengue-Fieber aufgetreten. Betroffen ist eine 24-jährige Frau, die sich kürzlich von einem Urlaub auf den Malediven zurückmeldete. Die Patientin wurde in der Infektionsklinik des Gebiets Lwiw behandelt und verbrachte dort anderthalb Wochen. Mittlerweile ist sie wieder zu Hause. Dengue-Fieber ist in dieser Region äußerst ungewöhnlich und stellt die Gesundheitsbehörden vor neue Herausforderungen.
Der erste bekannte Fall in der Region wurde im November 2025 registriert. Vor diesem Zeitpunkt war die Tropenkrankheit in Lwiw nicht aufgetreten. Die Erkrankung ist potenziell gefährlich, da etwa 2,5 Prozent der Infizierten sterben können. Nach einer Infektion bricht die Krankheit nach einer Inkubationszeit von 3 bis 15 Tagen aus, meistens jedoch nach 5 bis 7 Tagen.
Warnzeichen und Risikogruppen
Typische Symptome des Dengue-Fiebers sind:
- plötzliches, hohes Fieber;
- starke Abgeschlagenheit und Intoxikation;
- heftige Muskel- und Gliederschmerzen;
- Gelenkschmerzen;
- hautrötender Ausschlag (Exanthem);
- geschwollene Lymphknoten (Lymphadenopathie);
- verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie);
- in schweren Fällen Blutungsneigung (hämorrhagisches Syndrom).
Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Frauen sowie Menschen mit chronischen Vorerkrankungen.
„Angesichts der steigenden Fallzahlen weltweit ist erhöhte Vorsicht geboten, denn diese Krankheit kann schwerwiegende Folgen haben.“
Infektionsmedizinerin Jaryna Tschykajlo
Da nun zwei Fälle in kurzer Folge in der Region Lwiw aufgetreten sind, wächst die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung. Die Viren werden durch den Stich bestimmter Mücken übertragen, die in tropischen Gebieten heimisch sind. Reisende in solche Regionen sollten daher besondere Schutzmaßnahmen ergreifen. Gesundheitsbehörden raten dringend, die Bevölkerung über Symptome und Prävention aufzuklären, um möglichen Ausbrüchen vorzubeugen.
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