NATO-Generalsekretär spricht sich gegen vorzeitige Friedensverhandlungen mit Russland aus: Rutte nennt Bedingung.
NATO-Generalsekretär fordert, Friedensverhandlungen mit Russland zu verschieben
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat gefordert, die Friedensverhandlungen mit Russland bis zum Ausbau der Militärhilfe für die Ukraine zu verschieben. Dies berichtet die New York Times nach dem Treffen in der NATO-Zentrale in Brüssel.
Laut dem Bericht formiert sich die neue NATO-Position vor dem Hintergrund besorgniserregender Geheimdienstdaten: Obwohl die russische Armee täglich bis zu 1500 Soldaten verliert (nach Schätzungen der Geheimdienste), verliert die Ukraine allmählich Territorien.
Die NYT gibt Einzelheiten zur Eskalation des Konflikts wieder: Im vergangenen Monat hat die Ukraine erstmals britische und amerikanische Langstreckenartillerie auf russisches Territorium eingesetzt. Im Gegenzug hat Moskau eine Fabrik in der Ostukraine mit einer experimentellen ballistischen Rakete angegriffen, die zur Lieferung von Nuklearwaffen entwickelt wurde.
Das Blatt enthüllt auch die Änderung der Position von Präsident Selenskyj zu Friedensverhandlungen. Während er zuvor auf der Unmöglichkeit territorialer Zugeständnisse bestand, signalisiert er jetzt die Bereitschaft zu vorübergehenden Kompromissen im Austausch für die NATO-Mitgliedschaft. 'Unserer Armee fehlen die Kräfte, um die besetzten Gebiete zu befreien', zitiert die NYT die Worte von Selenskyj aus einem Interview mit Kyodo News.
Nach Angaben des Blattes erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sibiga die Notwendigkeit von mindestens 19 zusätzlichen Luftverteidigungssystemen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Energieinfrastruktur.
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