KI kann eine Welt ohne Arbeit schaffen: Was ist Überfluss und wie wird es funktionieren.

KI kann eine Welt ohne Arbeit schaffen: Was ist Überfluss und wie wird es funktionieren
KI kann eine Welt ohne Arbeit schaffen: Was ist Überfluss und wie wird es funktionieren

Künstliche Intelligenz und ihre Möglichkeiten

Nach Angaben von Vox: Das Thema Künstliche Intelligenz weckt viele Besorgnis, insbesondere Ängste darüber, dass Roboter uns die Arbeit wegnehmen könnten. Allerdings gibt es auch die Meinung, dass dies positive Folgen haben könnte.

Nicht im Sinne, dass Roboter unsere Kinder betreuen, sondern eher um uns zu helfen, Ressourcen effizienter zu nutzen und Routineaufgaben zu erledigen. Sollte sich das schlimmste Szenario nicht bewahrheiten — und das bleibt fraglich — könnten wir das bekommen, was uns immer fehlt: Zeit.

Dieses optimistische Szenario hat sogar einen Namen: 'IT-Überfluss'.

Davon spricht Anton Korinek, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Virginia. Er erklärte das Konzept so:

„AI-Überfluss beinhaltet im Wesentlichen die Vorstellung, dass wir alle viel reicher sein könnten, als wir uns heute vorstellen können… KI und Roboter werden in der Lage sein, viel mehr Waren und Dienstleistungen zu produzieren, als wir sie in der heutigen Wirtschaft haben, und würden uns um ein Vielfaches wohlhabender und besser stellen.“

Eine Zukunft ohne Arbeit

Was könnte in einer Welt ohne Arbeit geschehen? Welche Veränderungen sind erforderlich, damit Künstliche Intelligenz uns von der Arbeit befreit und allen einen hohen universellen Lebensstandard gewährleistet? Darüber sprechen wir in der letzten Folge der Sendung Explain It to Me.

Sind solche Veränderungen wirklich ohne Präzedenzfall?

Meiner Meinung nach ist dies der erste Fall dieser Art. Wenn man jedoch nach Parallelen in der Geschichte sucht, ist die nächste die Industrielle Revolution, die vor etwa 250 Jahren stattfand.

Welche Lehren lassen sich aus der Industriellen Revolution ziehen?

Wenn man die Wirtschaft betrachtet, kann man sagen, dass das, was wir heute „Arbeit“ nennen, tatsächlich vor der Industriellen Revolution nicht existierte. Zuvor war das wichtigste Produktionsfaktor das Land, und dann kamen neue Technologien, die mehr von Maschinen abhingen.

Es kam zu einer massiven Steigerung der Produktion, da Maschinen nicht auf das Land beschränkt waren. Dies führte zu erheblichem Reichtum in vielen Ländern.

Was bedeutete das damals für die Arbeiter?

Der Übergang war ziemlich zerstörerisch. Für viele Fachkräfte, die ihre Handwerke ausübten, wurde die Einführung von Maschinen, die ihre Arbeit günstiger erledigen konnten, zur Katastrophe. Aber auf der anderen Seite hatten ihre Nachkommen die Möglichkeit, in einer Welt mit erschwinglichen Produkten zu leben.

Welche Herausforderungen stehen uns bevor?

Die ernsthafteste Herausforderung für unser modernes System betrifft die Arbeit: Wie werden wir leben, wenn Arbeit nicht mehr die Grundlage unseres Einkommens ist? Ich glaube, dass wir ein neues Einkommensverteilungssystem brauchen, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen oder Arbeitsplatzgarantien.

Der Hauptfokus sollte darauf liegen, Lösungen zu finden, die nicht zu einer Vergrößerung der Kluft in der Gesellschaft führen, sondern im Gegenteil, allen Zugang zu neuen Möglichkeiten ermöglichen.

Diese Serie wurde von einem Zuschuss der Arnold Ventures unterstützt.

Die Frage nach der Zukunft der Arbeit und den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf unser Leben bleibt also aktuell. Wie werden wir uns an die neuen Bedingungen anpassen? Können wir ein Gleichgewicht zwischen technologischen Veränderungen und sozialen Bedürfnissen finden? Diese Themen erfordern eine tiefe Diskussion, da sie jeden von uns betreffen werden.


Lesen Sie auch

Werbung