Kostenlose Rechtshilfe für Ausländer in der Ukraine: Das hat das Parlament beschlossen.
Gesetzesinitiativen der Werchowna Rada der Ukraine verabschiedet
Nach Angaben von Novyny.live: Am 12. März stimmte die Werchowna Rada der Ukraine einem Gesetzesentwurf zu, der den Beitritt des Landes zum Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Justiz vorsieht. Dieses Abkommen garantiert ausländischen Staatsbürgern in Zivil- und Handelssachen kostenlose rechtliche Unterstützung. Für Ausländer, die sich in der Ukraine aufhalten, könnte dies den Zugang zu Gerichtsverfahren deutlich erleichtern.
Dem Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Justiz gehören bereits 28 Staaten an. Dazu zählen unter anderem:
- Albanien
- Belarus
- Bosnien und Herzegowina
- Brasilien
- Bulgarien
- Estland
- Spanien
- Kasachstan
- Costa Rica
- Zypern
- Lettland
- Litauen
- Luxemburg
- Malta
- Niederlande
- Nordmazedonien
- Polen
- Rumänien
- Serbien
- Slowakei
- Slowenien
- Finnland
- Frankreich
- Kroatien
- Tschechien
- Montenegro
- Schweden
- Schweiz
Durch den Beitritt zu diesem Abkommen kann die Ukraine ihre Rechtsordnung an internationale Standards anpassen und ihr Ansehen im Bereich der Justiz verbessern. Das ist ein wichtiger Schritt für die Glaubwürdigkeit des Landes.
Weitere bedeutende Entscheidungen der Werchowna Rada
Neben der Verabschiedung des Gesetzes zum internationalen Zugang zur Justiz ratifizierte das Parlament auch ein Abkommen mit der Europäischen Investitionsbank. Ziel ist der Aufbau des Notrufsystems 112 in der Ukraine. Dieses System sieht die Integration von 104 Einsatz- und Rettungsdiensteinheiten vor, um bei Notfällen schneller reagieren zu können.
Ein weiterer wichtiger Beschluss vom 12. März betrifft ausländische Freiwillige: Sie dürfen künftig ohne Visum in der Ukraine bleiben. Diese Maßnahme soll ehrenamtliche Initiativen unterstützen und mehr internationale Fachkräfte ins Land holen. Zusammengenommen zeigen diese Schritte, wie sehr die Ukraine ihr rechtliches Umfeld verbessern und die internationale Zusammenarbeit ausbauen möchte.
Die Annahme dieser Gesetzesinitiativen belegt das aktive Engagement der Ukraine für eine Integration in das internationale Rechtssystem sowie für die Anziehung ausländischer Investitionen und Hilfe.
Die erleichterten Bedingungen für Freiwillige und die Bereitstellung von Rechtshilfe für Ausländer könnten das internationale Bild des Landes nachhaltig prägen. Zudem steigt so das Vertrauen in die ukrainischen Justizbehörden. Diese Entscheidungen sind potenziell wegweisend für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine – besonders angesichts der aktuellen Herausforderungen.
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