Kazhanna kündigt bei Jerry Heils Label: Vorwurf des 'Sklavenvertrags'.

Kazhanna kündigt bei Jerry Heils Label: Vorwurf des 'Sklavenvertrags'
Kazhanna kündigt bei Jerry Heils Label: Vorwurf des 'Sklavenvertrags'

Zoff zwischen Kazhanna und NOVA MUSIC

Nach Angaben von TSN.ua: Die Sängerin Kazhanna hat ihre Zusammenarbeit mit dem Label NOVA MUSIC beendet. Sie wirft dem Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten und moralischen Druck vor. Ihre Aussage zu einem 'Sklavenvertrag' hat den Konflikt mit dem Label, dessen Inhaberin Jerry Heil ist, öffentlich eskalieren lassen. Kazhanna betonte, die finanziellen Konditionen des Vertrags hätten sie beunruhigt. Sie äußerte zudem Unmut darüber, dass das Label eine Gewinnbeteiligung nach dem 50/50-Modell abgelehnt habe.

Das Label NOVA MUSIC wies die Vorwürfe zurück. Man erklärte, das Projekt sei nicht profitabel gewesen und man habe die Künstlerin stets unterstützt. In ihrer Antwort verwies Jerry Heil darauf, dass das Label die künstlerische Freiheit Kazhannas nie eingeschränkt habe. Sie erwähnte auch mögliche technische Verzögerungen bei Zahlungen.

„Du weißt, dass es technische Verzögerungen bei Auszahlungen geben kann, und dabei hat dich das Label immer vorfinanziert, wenn du gefragt hast“, so ihre Aussage.

Folgen für die Musikbranche

Der Streit eskalierte weiter, nachdem Kazhanna ein parodistisches Video veröffentlicht hatte, in dem sie ihre Gedanken zur Zusammenarbeit äußerte. Sie merkte an, die gesamte Abrechnung liege beim Label.

„Sie versprechen, sie vorzulegen, aber bisher ist das nicht geschehen.“
Die Sängerin stellte auch die Sinnhaftigkeit der Label-Investitionen infrage:
„Warum komme ich dann zu dem Schluss, dass die Investitionen des Labels, die ich laut Vertrag hätte zurückzahlen müssen, sich amortisiert haben und ich gehen kann?“

Kazhanna betonte, es gehe ihr nicht um einen Angriff auf Jerry Heil vor dem nationalen Vorentscheid, sondern darum, veraltete Praktiken im ukrainischen Musikgeschäft zu ändern. Der Fall löste breites Echo bei Fans und Branchenvertretern aus, da Fragen zu Vertragsbedingungen und finanzieller Transparenz in der Unterhaltungsindustrie nach wie vor hochaktuell sind. Solche öffentlichen Auseinandersetzungen sind in der ukrainischen Szene kein Einzelfall und werfen ein Schlaglicht auf strukturelle Probleme.

Der Konflikt zwischen Kazhanna und NOVA MUSIC spiegelt grundsätzlichere Schwierigkeiten im ukrainischen Showbusiness wider, wo finanzielle Intransparenz und unfaire Verträge oft zu Disputen führen. Öffentliche Kritik von Künstlern könnte ein Katalysator für Reformen sein und dazu beitragen, überholte Management-Modelle und das Machtverhältnis zwischen Labels und Künstlern neu zu verhandeln.


Lesen Sie auch

Werbung