Kiew im Ausnahmezustand: Wie die Hauptstadt den Frost ohne Strom und Heizung trotzt.

Kiew im Ausnahmezustand: Wie die Hauptstadt den Frost ohne Strom und Heizung trotzt
Kiew im Ausnahmezustand: Wie die Hauptstadt den Frost ohne Strom und Heizung trotzt

Notabschaltungen legen Kiew lahm

Nach Angaben von Novyny.live: Bei klirrender Kälte kämpft die ukrainische Hauptstadt weiterhin mit Notabschaltungen der Stromversorgung und ausgefallenen Heizungen. Die Bewohner sind gezwungen, kreative Überlebensstrategien zu entwickeln. In vielen Wohnungen sinken die Temperaturen auf nur noch 16 Grad Celsius, da die Wärmeversorgung in zahlreichen Gebäuden zusammengebrochen ist. Die Kiewer suchen verzweifelt nach Alternativen, um der Kälte zu entkommen.

Die Situation in den eigenen vier Wänden ist für viele unerträglich. Ein Bewohner beschreibt seinen Alltag:

„Irgendwie überleben wir. Mein Geheimtipp ist ein Ecoflow-Gerät.“
Andere Stadtbewohner betonen, dass warme Decken zwar jeder hat, dies aber das grundlegende Heizproblem nicht löst.
„Wir trinken heißen Tee. Krieche unter die Decke und nehme die Katze mit. So überstehen wir es“,
berichtet ein weiterer Kiewer.

Zwischen Anpassung und Resignation

Doch nicht allen gelingt es, mit der extremen Situation zurechtzukommen. „Es ist sehr kalt zu Hause. Wir haben alle Decken und Plaids schon benutzt, aber es hilft nichts“, klagen andere. Einige versuchen, durch Mobilität dem Stromausfall zu entgehen und pendeln zwischen dem linken und rechten Ufer des Dnipro.

„Ich trage drei Powerbanks mit mir. Generell rate ich dazu, zwischen dem linken und rechten Ufer zu pendeln“,
lautet der ungewöhnliche Ratschlag eines Stadtbewohners.

Doch es gibt auch Menschen, die keine Möglichkeit zur Anpassung haben. „Ich habe keine Ratschläge. Ich habe nicht mal eine Powerbank, um es klar zu machen“, stellt ein Bewohner nüchtern fest. In vielen Wohnungen herrscht eine düstere Stimmung: „Es ist dunkel, deprimierend, kalt und beängstigend“. Der Ausfall von Licht und Wasser verschärft die Lage zusätzlich. Die Energiekrise, eine direkte Folge des Krieges, stellt die Zivilbevölkerung vor immense Herausforderungen. Die Stadtverwaltung sucht nach Lösungen, doch vorerst sind die Menschen auf ihre eigene Kraft und Erfindungsgabe angewiesen, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Besonders gefährdete Gruppen benötigen dringend Unterstützung.


Lesen Sie auch

Werbung